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Neue Software für den Vergleich von Rentenpolicen

3.7.2019 – Mit einem ab sofort angebotenen Rechner möchte das Institut für Vorsorge und Finanzplanung die Schwächen der Vergleichbarkeit bei bisherigen Lösungen überwinden. Das Programm ist kostenlos online verfügbar.

Die Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH (IVFP) hat eine Vergleichssoftware für Rentenversicherungen auf den Markt gebracht. Sie kann sofort und kostenfrei unter Fairgleichen.net genutzt werden.

Zu dem Bedarf für ein weiteres Programm in diesem Markt äußerte sich Professor Michael Hauer, einer der drei Geschäftsführer des IVFP. Das Institut beschreite auf diesem Gebiet neue Wege. Bislang gehe es beim Versicherungsvergleich um quantitative Vergleiche, also um deterministische Hochrechnungen, bei denen Kennzahlen wie die Ablaufleistung und Rentenhöhe im Vordergrund stünden.

Vergleichs-Ergebnisse selten vergleichbar

Michael Hauer (Archivbild: Brüss)
Michael Hauer (Archivbild: Brüss)

Doch vergleichbar seien diese Ergebnisse in den seltensten Fällen, heißt auch auf der Website dazu ergänzend. Denn dabei gelte: „Je höher die Leistungen, desto weiter vorne in einer Vergleichsübersicht, befinde sich in der Regel der Tarif“.

Diese begünstige mehrere problematische Entwicklungen. Einerseits stelle dies einen Anreiz dar, den vertretbaren Spielraum bei den Annahmen für die Modellrechnung so zu wählen, um bei Vergleichsrechnungen möglichst weit vorne zu stehen. Andererseits sage das Ergebnis nicht, welche Methode der Hochrechnung angewandt werde.

Eine Gegenüberstellung klassischer Tarife anhand der Rentenhöhen sei weniger problematisch. Etwas komplizierter werde es bei den indexgebundenen Rentenversicherungen. Hier werde eine konstante Verzinsung von zum Beispiel vier Prozent im Jahr unterstellt, die sich aus der Beteiligung am Index ergebe. Dies erfolge unabhängig vom verwendeten Index und der Renditebeschränkung.

Ungleiche Kostenvergleiche

Ein weiterer Kritikpunkt sind die Kosten, die in die Hochrechnungen eingehen. Denn dabei gebe es unterschiedliche Vorgehensweisen. Auch die Aufwendungen des Fondsmanagements und eventuelle Rückvergütungen, sogenannte Kickbacks, müssten dargestellt sein. Je nachdem, wie diese Kosten berücksichtigt werden, spricht der Fachmann von Brutto- oder Nettomethode. Bei letzterer werden die Kosten nicht berücksichtigt, bei der Bruttomethode dagegen schon.

Aber das ist laut IVFP nicht alles: So werden unterschiedliche Fonds verglichen, zum Beispiel aktiv gemanagte versus passive, also nicht gemanagte Fonds. Auch die Anlagetöpfe können sich natürlich deutlich unterscheiden. Unterschiedliche Garantierzeugungs-Modelle und Garantieniveaus fließen ebenfalls in die deterministischen Vergleiche ein.

Qualitative Anforderungen statt Hochrechnungen

„Fairgleichen.net“ sei die Antwort des IVFP auf dieses Problem. In der ersten Stufe der Anwendung werde vollständig auf Hochrechnungsvergleiche, also auf eine quantitative Betrachtung, verzichtet. Der Vergleich werde vielmehr auf qualitative Kriterien abgestellt.

So sollen Rentenversicherungs-Produkte in erster Linie das Langlebigkeitsrisiko absichern. Eine Anpassung der Produktgestaltung an die Anforderungen des Kunden sei daher der erste Schritt, den die Software abbilden werde.

Die neue Anwendung startet mit zehn Anbietern, enthält zum Start hauptsächlich fondsgebundene Tarife und wird sukzessive um Tarife und Anbieter erweitert. „Wir sind damit definitiv noch nicht am Ende der angestrebten Lösung“, so Hauer. Um diese zu erreichen, brauche man das Feedback der Vermittler.

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