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So viel verdienen Akademiker beim Start ins Berufsleben

4.11.2020 – Das Onlineportal Gehalt.de hat das Einkommen von Berufsanfängern mit Studium unter die Lupe genommen. Männer und Absolventen von MINT-Fächern verdienen besser. Ebenso wirkt es sich vorteilhaft aus, in großen Unternehmen und in südlichen Bundesländern einzusteigen. Die Versicherungsbranche liegt im guten Mittelfeld. Corona wird sich nicht negativ auswirken.

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Ein universitärer Abschluss lohnt sich finanziell schon zu Beginn der Karriere. In den ersten drei Berufsjahren können Akademiker im Median ein Jahresbruttoeinkommen von 48.100 Euro erwarten. Das sind rund 16.500 Euro mehr, als Berufseinsteiger ohne Studium erhalten, hat eine Studie der Gehalt.de GmbH ergeben.

Diskrepanzen zwischen Fachrichtungen

Das Onlineportal hat 43.782 Gehaltsdaten von berufstätigen Akademikern ausgewertet. Demnach zeigt sich bereits zu Beginn des Berufslebens eine unbereinigte Lohnlücke von 5.700 Euro zwischen männlichen und weiblichen Akademikern (50.800 Euro zu 45.100 Euro). Aber auch Studienfach, Branche, Unternehmensgröße und Arbeitsort haben Einfluss auf den Verdienst.

Ingenieur-Wissenschaftler (51.000 Euro) und Informatiker (48.400 Euro) erhalten zum Start am meisten, Geisteswissenschaftler (33.500 Euro) am wenigsten. Die Diskrepanz beträgt knapp 17.500 Euro und bleibt auch während der weiteren Laufbahn bestehen. Eine Promotion bietet allerdings in vielen Bereichen ein Einkommensplus von bis zu 30 Prozent.

Die Versicherungswirtschaft liegt im guten Mittelfeld

Beim Blick auf die verschiedenen Branchen dominieren die industriellen und technischen Wirtschaftsfelder die Rangliste der Einstiegslöhne für Akademiker. Die Chemie-Industrie führt die Liste der Top-Branchen an. Absolventen verdienen hier zu Beginn 55.800 Euro jährlich. Vergleichsweise weniger lukrativ ist die Hotellerie mit knapp 29.000 Euro pro Jahr.

Mit Hochschulabschluss gibt es in der Versicherungsbranche zum Berufseinstieg rund 50.800 Euro jährlich. Damit liegt die Assekuranz im guten Mittelfeld aller Wirtschaftszweige. Gehalt.de hat nach insgesamt 60 Sparten unterteilt. Dargestellt sind hier die jeweils fünf Top- und Flop-Branchen sowie die Assekuranz.

Einstiegsgehälter nach Branchen (Bild: VersicherungsJournal)

Im Ranking der Bundesländer dominiert der Süden

Ein Unterschied macht auch die Größe eines Unternehmens aus. Während der jährliche Einstiegslohn in kleineren Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten bei durchschnittlich 40.400 Euro liegt, beträgt der Wert bei mittleren Firmen mit 101 bis 1.000 Mitarbeiter mehr als 49.300 Euro. In Großkonzernen mit mehr als 1.000 Angestellten können Akademiker mit ungefähr 52.500 Euro rechnen.

Im Länderranking nehmen Baden-Württemberg (52.100 Euro) und Hessen (51.800 Euro) die vordersten Plätze ein. Die niedrigsten Einstiegsgehälter für Hochschulabsolventen werden in Mecklenburg-Vorpommern (36.300 Euro) und Sachsen-Anhalt (37.400 Euro) gezahlt.

Eine Kluft zwischen Ost und West ist deutlich abzulesen. „Ein geringes Lohnniveau geht jedoch häufig auch mit niedrigeren Lebenshaltungskosten einher und ist deshalb nicht zwangsläufig mit verminderter finanzieller Attraktivität gleichzusetzen“, kommentiert das Onlineportal.

Einstiegsgehälter nach Bundesländern (Bild: VersicherungsJournal)

Einstiegsgehälter in Zeiten von Corona: Kein Absinken zu erwarten

Trotz der weltweiten Pandemie sei kein Absturz bei den Einstiegsgehältern zu befürchten, sagt Dr. Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de. „Einerseits würde bei einer Senkung für Unternehmen ein Wettbewerbsnachteil auf dem Arbeitsmarkt nach dem Ende der Krise entstehen. Andererseits müssen Lohnstrukturen innerhalb eines Unternehmens einheitlich und intern vergleichbar bleiben.“

Die Studie beruht auf 43.782 Datensätzen von Beschäftigten mit akademischem Bildungshintergrund. Der Median beschreibt die Mitte aller Daten: 50 Prozent liegen über dem Wert, 50 Prozent darunter. Er ist daher genauer als der Durchschnittswert, der durch Ausreißer verzerrt werden kann.

Weitere Untersuchungen

Gehalt.de hat kürzlich bereits Jobangebote und Einkommen für Berufseinsteiger aller Abschlüsse untersucht. Auch hier liegen die MINT-Fächer vorne. Für das VersicherungsJournal analysierte die Plattform zudem zwei Berufsbilder: „Sachbearbeiter Versicherungen im Innendienst“ und „Versicherungsberater im Außendienst“ (VersicherungsJournal 19.8.2020).

Das „Berufseinsteiger-Barometer“ der Tecis Finanzdienstleistungen AG fragte nach den Perspektiven in den nächsten fünf Jahren. Die Mehrheit der Youngster ist von einem erfolgreichen Einstieg in den Job mit passendem Gehalt überzeugt (10.9.2020).

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