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So viel Weihnachtsgeld bekommen Versicherungs-Angestellte

12.11.2020 – Alle Tarifbeschäftigten aus der Assekuranz (Versicherungen, Rückversicherungen und Pensionskassen) bekommen in diesem Jahr Weihnachtsgeld, im Schnitt brutto über 3.670 Euro. Dies geht aus am Mittwoch von Destatis veröffentlichten Daten hervor. Nur in wenigen Branchen wird mehr gezahlt. Und nur in einer Handvoll Wirtschaftszweige ist der Anteil noch höher.

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Fast neun von zehn Tarifbeschäftigten in Deutschland erhalten für 2020 Weihnachtsgeld von ihrem Arbeitgeber. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Anteil insgesamt von 86,9 auf 87,4 Prozent erhöht. Im Osten sind es 90 (2019: 86,4) Prozent, im Westen unverändert 87 Prozent.

Die durchschnittliche Summe beläuft sich auf brutto 2.661 Euro (plus 1,1 Prozent). Das gab das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch bekannt. Dabei fällt der Betrag in den alten Bundesländern mit im Schnitt 2.684 Euro um über sieben Prozent höher aus als in den neuen Ländern (2.503 Euro).

„Corona-bedingte Aufkündigungen von tarifvertraglich vereinbartem Weihnachtsgeld sind anhand der uns vorliegenden Informationen bislang nicht zu erkennen“, erläutert das Amt. Zum Weihnachtsgeld zählt Destatis alle zusätzlichen Jahressonderzahlungen, die im November und Dezember 2020 ausgezahlt werden.

Assekuranz: Über 1.000 Euro mehr Weihnachtsgeld als der Durchschnitt

Laut den Daten des Statistischen Bundesamts unterscheidet sich die durchschnittliche Höhe der Sonderzahlung in den verschiedenen Wirtschaftszweigen enorm. Gleiches gilt auch für den Anteil der nach Tarif Bezahlten, die eine entsprechende Zuwendung erhalten.

Am meisten Weihnachtsgeld erhalten die Tarifbeschäftigten im Bereich „Gewinnung von Erdöl und Erdgas“ mit über 5.900 Euro. Vergleichsweise hoch liegt der Betrag mit mehr als 5.500 Euro auch im Wirtschaftszweig „Rundfunkveranstalter“. Knapp unter 5.000 Euro sind es in den Segmenten „Energieversorgung“, „Kokerei und Mineralölverarbeitung“ sowie „Telekommunikation“.

Die niedrigsten Werte nennt Destatis für die Zweige „Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften“ (364 Euro), „Landwirtschaft, Jagd und damit verbundene Tätigkeiten“ (493 Euro) sowie „Wach- und Sicherheitsdienste sowie Detekteien“ (522 Euro)

Bei den nach Tarif Bezahlten bei „Versicherungen, Rückversicherungen und Pensionskassen (ohne Sozialversicherung)“ liegt der Mittelwert mit 3.671 Euro immerhin um mehr als 1.000 Euro über dem Bundesschnitt aller Branchen.

Weihnachtsgeld im Vergleich (Bild: Wichert)

Beim Anteil liegt die Versicherungsbranche auf dem Spitzenplatz

Zudem erhalten die nach Tarif bezahlten Assekuranzmitarbeiter ausnahmslos (100 Prozent) eine solche Zuwendung. Damit liegt die Branche anteilsmäßig weit oben in der Rangliste. Lediglich in einem weiteren Dutzend Zweigen wird ebenfalls der Maximalwert ausgewiesen. Dazu gehören unter anderem sechs Bereiche des verarbeitenden Gewerbes.

Am Ende der Skala finden sich die Telekommunikations- und die Tabakverarbeitungs-Branche wieder. Dort erhält weniger als jeder Fünfte in diesem Jahr Weihnachtsgeld. In letztgenanntem Segment beträgt die Sonderzahlung nur rund 970 Euro.

Unter einem Drittel liegt der Anteil ansonsten nur noch in den Bereichen „Wach- und Sicherheitsdienste sowie Detekteien“, „Gebäudebetreuung; Garten- und Landschaftsbau“ sowie „Reisebüros, Reiseveranstalter und Erbringung sonstiger Reservierungs-Dienstleistungen“.

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