Leserbrief

Bedingungsgemäß nicht versichertes Schadenereignis kein Vorschaden im Sinne einer Antragsfrage

17.11.2021 – „Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) weist nach dem Fiasko im Ahrtal richtigerweise darauf hin, dass fast alle Häuser gegen Elementarschäden versicherbar sind.”

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Es ist schon erschreckend, dass es trotz einer solchen Risikoeinschätzung zu einer solchen Katastrophe gekommen ist. Dann muss aber der geschädigte Versicherungsnehmer zehn Jahre warten, bis er sich wieder versichern kann.

„Nun muss der Verbraucher wissen, dass schon ein vorsorglicher Anruf bei der Versicherungs-Gesellschaft, ich bin eventuell von einem Elementarschaden betroffen, als Schadensfall gewertet wird. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Versicherer letztlich leistet.” Tatsächlich? Woher stammt diese Aussage? Da wurde wohl ungeprüft die Aussage eines Versicherers übernommen.

Im normalen Sprachgebrauch ist die Verwendung des Wortes Schaden wohl eher in dem Sinne verbreitet, dass ein solcher erst dann als eingetreten gilt, wenn der Versicherer tatsächlich Leistungen erbracht hat. Ich wage daher auch die Aussage, dass ein bedingungsgemäß nicht versichertes Schadenereignis auch kein Vorschaden im Sinne einer Antragsfrage ist.

E. Daffner

daffner@gmx.de

zum Leserbrief: „Eine böse Falle für den Vermittler und Verbraucher”.