Leserbrief

Beratern entstehen enorme Probleme und Mehraufwendungen

28.11.2019 – Alles dreht sich nur noch um Kostenreduktion. Damit bei einigen Anbietern eine dunkle Verarbeitung in der Schadenregulierung möglich wird, haben die Berater oder der Kunde zunächst eine entsprechende Vorleistung in digitaler Form zu erbringen. Eine telefonische Schadenmeldung ist teilweise nicht mehr möglich und immer häufiger befinden sich Berater ebenfalls in einer Hotline, wo sich dann meist osteuropäische Ansprechpartner finden.

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Seitens der beauftragten Regulierungsunternehmen haben wir zunehmend Beschwerden seitens der Kunden, weshalb wir diese Regulierung keinem empfehlen können. Hier werden zum Teil unqualifizierte Handwerksunternehmen eingesetzt, welche unter dem Kostendruck der Anbieter leiden. Beratern entstehen hierdurch enorme Probleme und Mehraufwendungen.

Wenn sich heute ein Sachverständiger beklagt, dass es in den letzten fünf Jahren keine Preisanpassung seitens der Versicherer gab, spiegelt dies die aktuelle Tendenz wieder. Dass Berater in den letzten 20 Jahren zunehmend weniger Ertrag haben und die Einnahmen sogar um 30 Prozent gesenkt wurden, ist gleichermaßen Realität.

Je weniger Dienstleistung im Schadenbereich seitens der Versicherer kommt, desto weniger Probleme haben Berater in der Regulierung, denn wenn ein externes Unternehmen schlecht arbeitet, kann der Berater hierfür nicht in die Verantwortung gezogen werden. Das gilt bei Kfz genauso wie im sonstigen Schadenbereich. Die Tendenz geht jedoch auch dahin, dass Berater die Regulierung nicht beeinflussen sollen.

Hans-Jürgen Kaschak

info@veka-online.de

zum Artikel: „Das Smartphone beschleunigt die Schadenregulierung”.

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