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Leserbrief

Die Qualität einer PKV sollte an anderen Dingen bemessen werden

1.4.2020 – Hier zeigt sich leider wieder einmal, wie Ratings gestaltet werden. Subjektiv nach nach der Meinung einer Person und jedes Jahr neu gestaltet, damit man damit natürlich Geld verdienen kann, darum geht es doch in erster Linie bei Ratings und Siegeln.

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Die Auswahl einer privaten Krankenversicherung (PKV) muss in erster Linie nach den Allgemeinen Versicherungs-Bedingungen (AVB) gehen. Vielleicht auch mal schauen: Wie sind die Versicherer in der Vergangenheit mit AVB-Verbesserungen auch im Bestand umgegangen? Oder wurden immer nur neue Tarife aufgelegt, um den Segen neuer toller Leistungen nur dem Neukunden zu offerieren?

Die Qualität einer PKV sollte auch an einem offenen Tarifwechselrecht festgemacht werden. Nicht nur an losen Zahlen, die eh keiner prüfen kann. Im Übrigen findet man Zahlen zu Übertragungswerten, Anzahl von Kunden im Notlagentarif... gern im jährlichen Bericht von Marc Surminski (Zeitschrift für Versicherungswesen). Wo hat er diese nur her?

Bei einer PKV-Beratung sollte das Thema Beitragsanpassung immer angesprochen werden, wir benötigen aus unterschiedlichen Gründen jedes Jahr zwei bis vier Prozent. Leider werden die auslösenden Faktoren nicht jedes Jahr erreicht, so kommt es zu Verwerfungen in Tarifen, aber der Redakteur solcher Ratings ignoriert dies wohl wissentlich oder unwissend.

Wie kann ein Versicherer, der nachweislich seit Jahren beim Thema Nettorendite, versicherungs-geschäftliche Ergebnisquote und Solvenz unter dem Marktdurchschnitt liegt, lustige drei „mmm“! Ich hoffe ,die unabhängigen Vertriebspartner/ Vertriebspartnerinnen konzentrieren sich auf die AVB.

Peter Müller

pmuellerdiver62@yahoo.de

zum Artikel: „Map-Report: Acht private Krankenversicherer mit der Höchstnote”.

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