Leserbrief

Erhöhungen pro Kopf nicht mit den individuellen verwechseln

13.1.2020 – Die „moderaten Steigerungen der Pro-Kopf-Beiträge” in der PKV nicht mit den konkreten Beitragserhöhungen verwechseln! Der Versicherungsmakler hat es nun mal immer mit „irgend welchen Bestandsversicherten“ als seinen Kunden zu tun. Wenn dessen „rein individuelle Sicht“ für die „Beurteilung der Gesamt-Beitragsentwicklung in der PKV „Pro-Kopf” nun einmal völlig unmaßgeblich ist“, redet man also über zwei völlig getrennte Größen.

WERBUNG

Man darf die individuelle Prämie eines konkreten Versicherten offenbar auch nach Ansicht von Herrn Schramm nicht verwechseln mit dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Beitrag in der PKV. Diese zweite Größe ist also für die Beratung völlig unbrauchbar; jeder individuelle Kunde wird feststellen, dass die berichteten Erhöhungen „weit moderater“ sind als seine individuellen.

Für die Kundenberatung braucht der Versicherungsmakler eine Größe, die einen Eindruck von der erwartbaren Steigerung seines konkreten Beitrags liefert. Zweifel an dessen Stabilität können nur durch Darstellung der konkreten Entwicklung dieser Beiträge ausgeräumt werden.

Was die Tarifwechsel betrifft: sind die tatsächlich so „problemlos“ möglich? Da wäre eine Studie nützlich: wie viele Wechsel werden tatsächlich durchgeführt ohne drastische Senkung des Niveaus der versicherten Leistungen und ohne Gesundheitsprüfung?

Mit den „moderaten Steigerungen“ wird ja auch regelmäßig suggeriert, dass die PKV mit ihrem bekannt guten Niveau bezahlbar bleibt, wenn der (konkrete!) Versicherte älter wird.

Dr. Wilhelm Sälter

saelter.wilhelm@t-online.de

zum Leserbrief: „Tarifwechsel tragen zur Beitragsstabilität bei”.

WERBUNG