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Leserbrief

Versicherer sind bei der Prämienberechnung sehr unterschiedlich aufgestellt

3.9.2019 – Dieser Test offenbart nur eins, dass es keinen Anbieter gibt, dem man 100 Punkte attestieren kann, wenn die zu zahlende Prämie auch ein Bewertungskriterium ist.

Die Versicherer sind bei der Berechnung der Prämie sehr unterschiedlich aufgestellt. So werden Großstädte anhand der Postleitzahl in Zonen aufgeteilt. Zum Beispiel Zone 1 bis 5, in der Prämie steigend. Es muss also, um zu einem exakten Ergebnis zu kommen, jede einzelne Postleitzahl in einer Großstadt verglichen werden.

Es gibt aber Anbieter, die noch deutlicher differenzieren, nämlich nach Straße und Hausnummer. Das kann ein Test nicht darstellen. Aber der unwissende Verbraucher wird diese Berechnungs-Unterschiede kaum erkennen.

Soll der Fahrraddiebstahl mit versichert werden, kommt der Test sofort ins Wanken. Da gibt es Anbieter, die den Fahrraddiebstahl bis 3.000 Euro oder 10.000 Euro beitragsfrei mit versichern. Auch gewähren Anbieter Nachlässe ab einer bestimmten Altersgruppe (Seniorentarife). Im Test müsste darauf hingewiesen werden.

Fazit: In Zeiten der Vertragsfreiheit kann ein Versicherungsprodukt nur am Leistungsspektrum gemessen werden. Die Prämie ist so individuell für den Verbraucher zu errechnen und kann deshalb nicht in die Bewertung mit einfließen.

Eine Frage mögen mir die Tester noch beantworten. Sind bei einem der Testsieger die 12,5 Prozent Jubiläumsrabatt mit eingeflossen?

Hubert Gierhartz

Gierhartz1950@t-online.de

zum Artikel: „Die besten Hausratversicherungen im Handelsblatt-Vergleich”.

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