5.1.2026 – Wenn von den gut 45 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland mehr als nur bisher ein Drittel durch Riester vorsorgen, ist dies auf jeden Fall ein Gewinn für die Altersvorsorge. Und eine Vorsorge bis Alter 85 ist immer noch weit besser als gar keine.
Die Versicherer sind durch eine Heerschar an qualifizierten Vermittlern durchaus in der Lage, die potentiellen Kunden anzusprechen und von der Sinnhaftigkeit einer lebenslangen Rente zu überzeugen. Sie sind gar nicht darauf angewiesen, dass der Gesetzgeber einen Zwang zur lebenslangen Verrentung vorsieht. Diejenigen, für die ihr Modell besser geeignet ist, sollten sie auch überzeugen können.
Wer danach sich gut informiert gegen die lebenslange Riester-Rente entscheidet, sollte gute Gründe dafür haben. Auch wer etwa aus einem Riester-Produkt mit lebenslanger Rente in ein neues mit Auszahlplan nur bis Alter 85 wechselt, erhält ja zumindest bis dahin monatlich mehr Altersversorgung als bei einer Rente bis zu einem eventuell späteren Lebensende. Und genau darauf kann es ihm ankommen.
Eine größere Vielfalt an Varianten führt zunächst also dazu, dass auch subjektiv unterschiedlicher Bedarf besser gedeckt werden kann. Man wird dies daran ablesen können, wenn die Zahl der Riester-Verträge wieder stärker zunimmt, weil der Zwang zur Verrentung entfallen ist.
Peter Schramm
zum Artikel: „Riester-Reform: Was ein Ende der Verrentungspflicht für den Vertrieb bedeutet”.



