13.10.2025 – Prävention ist sicher viel wert, zumal wenn sie so wenig kostet, wie zum Beispiel eine gute Ernährung. Erschreckend finde ich, dass wir hinnehmen, dass es in Schulkantinen und Krankenhäusern (!) an hochwertigen Lebensmitteln fehlt. Wenn das Bestreben mit allem Geld, eher maximalen Gewinn erzielen zu können, nicht durchbrochen wird, wird sich auch im Gesundheitswesen nichts ändern.
Wie wäre es denn, wenn das Bewusstsein für die Kosten durch zwangsweisen Rechnungserhalt – wie bei den privat Versicherten – geschaffen würde? Das würde auch den Trend der MorbiRSA-optimierten Diagnostik unmittelbar ersticken. Vorausgesetzt natürlich, dass die Rechnungen allgemein verständlich und nicht nur für Fachleute lesbar sind.
Auch ist nicht alles präventiv, was als solches gilt: Wenn wir zum Beispiel Zahnmediziner fragen, ob deren Zähne auch zweimal pro Jahr zur Prävention einer „professionellen Zahnreinigung” unterzogen werden, erhalten wir nicht selten die Antwort, dies sei nicht der Fall, zum Schutz des Zahnschmelzes. Ein Schelm, der ...
Auch dass es im gesetzlichen Krankenversicherungssystem keine echte Arzt-Patienten-Beziehung gibt, für alle nachlesbar im SGB V, denn dort heißen Ärztinnen und Ärzte „Leistungserbringer”. Was diese erbringen dürfen, entscheiden letztlich die Krankenkassen.
Deren Fachangestellte „sehen” aber in der Regel keine Patientinnen und Patienten. Ob eine solche medizinische Versorgung wirklich individuell passend (zum Beispiel Stichwort Psyche) ist, darf meines Erachtens stark angezweifelt werden.
Enno Peters
zum Artikel: „Krankenversicherung muss kein Fass ohne Boden sein”.



