7.1.2026 – Wenn es gelingt, die deutsche Bevölkerung von einer Rentner-Mentalität zu einer solchen der Erwerbstätigkeit bis ins höhere Alter umzuerziehen, dann wird sich auch die Vorsorge dahin umorientieren.
Dass die Älteren als Arbeitskräfte dringend gebraucht werden und geeignete Arbeitsplätze vermehrt angeboten und steuerlich gefördert werden, ist zunehmend bekannt. Die Vorsorge kann sich dann weg von höheren Altersrenten hin zu einer Erhaltung von Erwerbsfähigkeit richten.
Auch mit körperlichen Einschränkungen ist eine Tätigkeit an der Kino-Kasse oder als Aufpasser im Museum, der auf einen Stuhl gesetzt wird und darauf achtet, dass niemand die Saurier-Knochen mitnimmt, meist immer noch möglich.
Wenn also die Vorsorge für Altersrenten abnimmt, kann dies auch als positives Zeichen gewertet werden. Es würde auch wenig helfen, wenn zwar höhere Alterseinkünfte vorhanden wären, aber der Rentner dafür niemanden mehr findet, der damit für seine Tätigkeit bezahlt werden kann. Die Richtung scheint aus der demografischen Notwendigkeit her auch politisch vorgegeben.
Selbst damit freigesetzte Versicherungsmitarbeiter werden dann an anderer Stelle dringender benötigt. Es gab sogar Zeiten, in denen an die Versicherer die dann auch umgesetzte Forderung herangetragen wurde, Mitarbeiter freizusetzen, um in anderen Wirtschaftsbereichen – etwa der Rüstung – dringend Benötigte bereitzustellen.
Peter Schramm
zum Artikel: „Deutlich mehr Vorsorgemuffel”.



