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Kurzmeldung

Corona verursacht Rückgang der Bevölkerung

14.10.2020 – Während des Shutdowns sind weniger Menschen nach Deutschland gekommen. Dadurch ist die Bevölkerung im ersten Halbjahr 2020 erstmals seit zehn Jahren gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit und nannte einen Rückgang um 40.000 Personen auf 83,1 Millionen.

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Seit 2011 konnte die Nettozuwanderung die Geburtendefizite stets mehr als ausgleichen. Im Berichtshalbjahr lag sie jedoch nach vorläufigen Ergebnissen mit 74.000 deutlich unter dem Wert des Vorjahres (plus 167.000). Gleichzeitig starben mehr Menschen, als Kinder lebend geboren wurden. Das Defizit betrug 112.000 Personen (1. Halbjahr 2019: 105.000).

Nach der Statistik verringerte sich die Bevölkerungszahl in zehn von 16 Bundesländern. Mecklenburg-Vorpommer weist als einziges Bundesland eine umgekehrte Entwicklung auf. Die Bevölkerung wuchs um 0,1 Prozent nach einem Minus von 0,04 Prozent im Vorjahreszeitraum. In Berlin fiel die Veränderung am negativsten aus (von plus 0,2 auf minus 0,2 Prozent).

Der Bevölkerungsrückgang konzentriert sich im ersten Halbjahr 2020 auf die Monate März bis Mai. Im Juni gab es wieder einen Zuwachs von rund 4.000 Personen, der aber unter dem Vorjahreswert von 14.000 zurückblieb.

Destatis vermutet, dass neben den reduzierten Reisemöglichkeiten auch eine zeitlich verzögerte Erfassung der Wanderungsfälle eine Rolle bei den geringen Zuwanderungszahlen spielt. Nachholeffekte werden nicht ausgeschlossen.

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