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Die Deutschen verlieren ihre Ängste

6.9.2019 – Die R+V Versicherungen habe die aktuelle Ausgabe ihrer Langzeitstudie „Die Ängste der Deutschen“ vorgestellt. Demnach machen sich die Bürger so wenig Sorgen wie seit 25 Jahren nicht mehr. Die Befürchtungen vor schweren Krankheiten, Pflegebedürftigkeit und Altersarmut gehören zu den meistgenannten, haben aber ebenfalls abgenommen. Westdeutsche sind insgesamt gelassenen als Ostdeutsche.

Die R+V Versicherungen haben gestern in Berlin die aktuelle Ausgabe ihrer seit 1992 in Auftrag gegebenen Umfrage „Die Ängste der Deutschen“ vorgestellt. In diesem Jahr wurden mehr als 3.200 Personen persönlich befragt. Die sollten zu 22 Themen Zahlen zwischen eins (gar keine Angst) bis sieben (sehr große Angst) vergeben.

Brigitte Römstedt(Bild: Brüss)
Brigitte Römstedt (Bild: Brüss)

Die Antworten erreichten im Durchschnitt einen Wert von 39 (2018: 47) Prozent. Dies ist der beste Wert seit 1994. Nur zum Start der Befragungen im Jahr 1992 lag der Wert mit 38 Prozent noch niedriger, erläuterte die Leiterin des R+V-Infocenters, Brigitte Römstedt.

Am meisten verunsichert ist eine Mehrheit der Deutschen bei drei Themen mit Werten über 50 Prozent.

Eine Überforderung des Staats durch Flüchtlinge befürchten 56 Prozent, aber gegenüber 2018 sind das sieben Prozentpunkte weniger.

An zweiter Stelle liegen mögliche Spannungen durch den Zuzug von Ausländern (55 Prozent, minus acht Prozentpunkte).

Dass US-Präsident Donald Trump die Welt gefährlicher machen könnte, kam ebenfalls auf 55 Prozent. Dies waren 14 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr, als die Sorge noch an erster Stelle gestanden hatte (VersicherungsJournal 7.9.2018).

Die größten Ängste der Deutschen (Bild: R+V)
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Weniger Angst vor Krankheit, Pflegebedürftigkeit und Alter

Die Angst, im Alter zum Pflegefall zu werden, rangiert mit 45 Prozent (minus sieben Punkte) auf Platz sieben. Die Sorge vor einer schweren Erkrankung liegt mit 35 Prozent (minus 12 Punkte) auf Rang 15. Direkt dahinter folgt mit 34 Prozent (minus fünf Prozentpunkte) „sinkender Lebensstandard im Alter“.

Die mediale Aufmerksamkeit für das Thema Klimawandel ist enorm gestiegen, insbesondere seitdem es der Schwedin Greta Thunberg gelungen ist, europaweit für Schulstreiks für das Klima zu sorgen. Hierzulande scheint der Klimawandel keine großen Ängste auszulösen. 41 Prozent der Befragten äußerten sich besorgt; das waren sieben Prozentpunkte weniger als noch in 2018.

Hier machen sich Frauen (45 Prozent) größere Sorgen als Männer (38 Prozent). Und in der Altersgruppe der 14- bis 19-jährigen lag die Quote nur bei 35 Prozent.

Die Ängste in Ostdeutschland sind deutlich ausgeprägter

Eine größere Gelassenheit scheint sich insbesondere in den alten Bundesländern breit zu machen. Der Durchschnittswert sinkt von 46 Prozent im vergangenen Jahr auf jetzt 37 Prozent. In den neuen Bundesländern gab es nur eine marginale Verbesserung um einen Prozentpunkt auf 47 Prozent.

Die Spitzenwerte bei den beiden Themen Flüchtlinge und Spannungen mit Ausländern erreichten im Osten jeweils 64 Prozent. Und 60 Prozent hegen Ängste mit Blick auf die Politik von Präsident Trump. Dass Wohnen in Deutschland unbezahlbar werden könnte, befürchten 51 Prozent. Über möglicherweise steigende Lebenshaltungskosten machen sich in den neuen Ländern 55 Prozent Sorgen.

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