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Immer weniger Versicherer

11.11.2019 – 2018 ist die Zahl der unter deutscher Aufsicht stehenden Versicherungs-Gesellschaften weiter zurückgegangen, wenn auch erneut nur minimal. Dies zeigt die aktuelle Bafin-Statistik der Erstversicherungs-Unternehmen. Seit 2008 war die Reduzierung in Leben am größten (minus über ein Achtel). In Kranken und in Schaden/ Unfall ging es um etwa ein Zehntel bergab.

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Die Zahl der Versicherungs-Unternehmen und Pensionsfonds hat sich auch im vergangenen Jahr weiter reduziert. Dies geht aus der am vergangenen Freitag veröffentlichten Statistik der Erstversicherungs-Unternehmen (Tabellenteil) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin) hervor.

In der amtlichen Statistik wird (inklusive der zehn unter Landesaufsicht stehenden Anstalten des öffentlichen Rechts) mit 568 Gesellschaften (Stand: 31. Dezember 2018) eine weniger aufgeführt als ein Jahr zuvor. 2013 waren es letztmals über 600, 2010 sogar noch 623. In nur acht Jahren hat die Zahl damit um etwa ein Neuntel abgenommen.

Anzahl der Unternehmen (Bild: Wichert)

Konzentrationsprozess

Seit 2008 ist ein deutlicher Konzentrationsprozess in der Versicherungsbranche zu beobachten. So reduzierte sich die Zahl der Lebensversicherer um 13 Prozent. Bei den Kranken- und Schaden-/Unfallversicherern gab es Rückgänge von jeweils rund zehn Prozent.

Entwicklung (Bild: Wichert)

2018 standen zwar mit 135 beziehungsweise 33 jeweils eine Pensions- sowie Sterbekasse weniger unter Bafin-Aufsicht als im Jahr zuvor (VersicherungsJournal 7.11.2018). Dafür erhöhte sich die Zahl der beaufsichtigten Pensionsfonds von 31 auf 33.

Ende des vergangenen Jahres wachte die Bafin über 87 (Vorjahr: 86) Lebensversicherer, 205 (207) Schaden-/ Unfallversicherer sowie unverändert 46 Krankenversicherer.

Eine Lizenz der Aufsicht erhielten 2018 unter anderem die Coya AG (25.6.2018) und die Neodigital Versicherung AG (9.4.2018). Auf der anderen Seite wurden aber auch wieder einige Verschmelzungen vollzogen (19.9.2018, 3.7.2018).

Über 291 Milliarden Euro verdiente Bruttobeiträge

Die 566 in der Statistik aufgeführten Versicherungs-Unternehmen und Pensionsfonds erzielten 2018 verdiente Bruttobeitragseinnahmen in Höhe von über 291 Milliarden Euro (plus fast sechs Prozent).

Knapp 88 Milliarden Euro des Beitragsaufkommens entfielen auf die Lebensversicherung. Dies entspricht einem Anteil von erneut über 30 Prozent. Mit weit über 81 Milliarden Euro sind wiederum fast 30 Prozent der Schaden-/ Unfallversicherung zuzuordnen.

Mit 59,5 Milliarden Euro erzielten die Rückversicherer über ein Fünftel der Prämieneinnahmen, während mit fast 39,7 Milliarden Euro fast ein Siebtel der Krankenversicherung zuzurechnen ist.

Die Pensionsfonds kommen mit knapp 10,3 Milliarden Euro auf einen Anteil von gut einem Dreißigstel, die Pensionskassen mit gut 7,23 Milliarden Euro auf einen Anteil von etwa einem Vierzigstel. Kaum ins Gewicht fallen die Sterbekassen mit knapp 65 Millionen Euro.

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