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Kfz-Haftpflicht: Die Schäden werden immer teurer

14.1.2020 – Im Straßenverkehr hat es zwar 2018 nicht signifikant häufiger geknallt. Aber wenn, dann wird es deutlich teurer. Dies zeigt sich in der gemeinschaftlichen Kraftfahrt-Statistik der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht und des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft für 2018.

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Die Zahl der versicherten Personenkraftwagen (Hauptwagniskennziffer 112) hat 2018 um 1,3 Prozent auf annähernd 44,6 Millionen Jahreseinheiten zugenommen. Dies zeigt die „Jahresgemeinschafts-Statistik über den Schadenverlauf in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 2018“.

Die vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin) gemeinsam herausgegebene Statistik beinhaltet keine Aufwendungen für die Schadenregulierung.

Damit bewegte sich der Zuwachs auf dem Niveau der Jahre 2016 und 2015 (VersicherungsJournal 11.12.2017). 2017 war es noch um 1,5 Prozent aufwärts gegangen (21.1.2019).

Immer mehr Flottenfahrzeuge

Als Flottenfahrzeug versichert waren im Berichtsjahr 5,63 (2017: 5,42; 2016: 5,22; 2015: 5,02) Prozent der Pkw. Bei diesen ist der Statistik zufolge die Schadenhäufigkeit ein weiteres Mal zurückgegangen – auf 76 (2017: 81; 2016: 82) Unfällen je 1.000 versicherte Fahrzeuge.

Der Schadendurchschnitt hat sich hingegen um fast eineinhalb Prozent auf 3.467 Euro erhöht. Dadurch ist der für die Prämienkalkulation wichtige Schadenbedarf von 275 auf 263 Euro gesunken.

Damit liegen Flottenfahrzeuge in zwei von drei Bereichen über den Werten der Fahrzeuggattung insgesamt. 2018 hatten von je 1.000 Pkw statistisch gesehen 62 (64; 65) einen Haftpflichtschaden. Im Schnitt kostete jeder Schaden 3.593 (3.451; 3.398) Euro – also über vier Prozent mehr als im Vorjahr. Der Schadenbedarf stieg in der Folge nur minimal von 221 auf 222 Euro.

Zweitfahrer bleiben teurer

84,9 (85,4; 86,3; 86,7) Prozent der Personenkraftwagen sind als Erstwagen außerhalb einer Flotte versichert. Ihre Schadenhäufigkeit belief sich 2018 auf 61 (63) je 1.000 Gefährte. Pro Ereignis mussten die Versicherer mit im Schnitt 3.565 Euro fast viereinhalb Prozent mehr bezahlen als im Jahr zuvor. Dadurch erhöhte sich auch der Schadenbedarf von 214 auf 216 Euro.

Schadengeschehen Kfz-Haftpflicht (Bild: Wichert)

Weiterhin teurer sind die in der Prämie oft begünstigten Zweitwagen, bei denen es 2018 mit einer Quote von 65 (68; 72) je 1.000 Einheiten etwas häufiger krachte als bei den Erstwagen. Der Durchschnittsschaden liegt mit 3.910 (3.789; 3.746) Euro weiterhin rund zehn Prozent über dem Durchschnitt aller Fahrzeuge. Der Schadenbedarf verminderte sich auf 254 (257; 270) Euro.

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