WERBUNG
Nachricht

So hat sich das PKV-Zusatzgeschäft entwickelt

14.1.2021 – Der PKV-Zusatzversicherungs-Bestand ist 2019 um zweieinhalb Prozent auf 26,7 Millionen gestiegen. Je nach Versicherungsform zeigen sich teils deutliche Unterschiede. Dies belegt der Zahlenbericht 2019 des PKV-Verbands. Seit 2006 summiert sich der Zuwachs auf etwa 45 Prozent.

Die privaten Krankenversicherer hatten 2019 bereits zum achten Mal in Folge einen Rückgang im Vollversichertenbestand hinzunehmen. Allerdings fiel das Minus mit 0,04 Prozent so niedrig aus wie nie zuvor in den letzten Jahren (VersicherungsJournal 21.12.2020).

Krankenzusatz: Bestand legt erneut zu

Im PKV-Zusatzgeschäft konnte die Branche ein weiteres Mal eine Steigerung erzielen. Laut dem „Zahlenbericht 2019“ des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) erhöhte sich der Bestand an Zusatzversicherungen um 2,5 Prozent auf knapp 26,7 Millionen. Seit 2006 hatte die PKV hier einen Zuwachs von 45 Prozent zu verzeichnen.

Bestandentwicklung (Bild: Wichert)

Der Krankenzusatz-Bestand verteilt sich zu 48,9 (2017: 48,6) Prozent auf Frauen und zu 41,4 (41,2) Prozent auf Männer. Auf Kinder entfällt der verbleibende Anteil von 9,7 (10,2) Prozent, lässt sich aus dem Datenmaterial des Berichts errechnen.

Unterschiedliche Entwicklungen bei den Versicherungsformen

Der PKV-Verband gibt im Weiteren auch einen Überblick über den Bestand an Zusatzversicherungen zum Schutz von Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). „Eine Person kann durchaus mehrere Tarife gleichzeitig abschließen und ebenso nachträglich einzelne Tarife kündigen oder weitere hinzunehmen. Entsprechend wird sie in den einzelnen Tarifarten mitgezählt“, wird zur Erfassungsmethode mitgeteilt.

In der Gesamtposition werde sie allerdings nur einmal registriert. Auch die Veränderungen im Versicherungsschutz blieben unberücksichtigt, sofern nur ein Unternehmen betroffen sei. Dies ist bei der Analyse nicht unproblematisch (13.10.2020).

Die Zahl der Zahntarife wird mit aufgerundet 16,4 Millionen angegeben. Dies entspricht im Vergleich zum Jahr zuvor einer Steigerung um 2,4 Prozent. Im Bestand der PKV-Anbieter finden sich darüber hinaus 8,08 Millionen ambulante Tarife (plus 1,7 Prozent) sowie 6,23 Millionen für Wahlleistungen im Krankenhaus (plus 0,8 Prozent).

7,62 Millionen Krankenhaustagegeld-Versicherungen

Bei den Versicherungsarten, die laut der Publikation für gesetzlich wie auch privat Versicherte interessant sind, dominieren die Krankenhaustagegeld-Versicherungen. Zum Jahresende 2019 betrug der Bestand 7,62 Millionen, 0,8 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Beim Krankentagegeld ging es um 1,2 Prozent auf 3,68 Millionen aufwärts.

Die Zahl der ungeförderten Pflegezusatz-Versicherungen wird mit 2,85 Millionen (plus 2,5 Prozent) angegeben. Der Großteil in diesem Bereich entfällt auf das Segment Pflegetagegeld. Nur eine untergeordnete Rolle spielen die Pflegekosten-Versicherungen.

Pflege-Bahr-Bestand wächst langsam weiter

917.400 Personen waren Ende 2019 im Besitz eine Pflege-Bahr-Police. Das entspricht einem Zuwachs um 39.400 nach absoluten Zahlen beziehungsweise 4,6 Prozent. Die Wachstumsdynamik hat sich damit weiter verlangsamt. Ein Jahr zuvor waren es noch über fünf Prozent (20.6.2019), 2015 sogar noch mehr als ein Viertel (31.10.2016).

Bestandsentwicklung Pflege-Bahr (Bild: Wichert)

Es bleibt festzuhalten, dass der Bestand auch fünf Jahre nach der Produkteinführung noch immer nicht das Volumen erreicht hat, das Branche und Politik allein für das Jahr 2013 erwartet hatten (VersicherungsJournal 1.11.2012).

Klarer Zuwachs in der bKV

Deutlich aufwärts ging es in der betrieblichen Krankenversicherung (bKV). Ende 2019 betrug die Zahl der versicherten Arbeitnehmer 883.400 (plus ein Sechstel). 10.500 Unternehmen (plus ein Drittel) boten ihren Mitarbeitern einen entsprechenden Zusatzschutz (30.9.2020).

Bei den „Besonderen Versicherungsformen“ verlief die Entwicklung höchst unterschiedlich. Das Segment Auslandsreisekranken wuchs um über fünf Prozent auf fast 28,7 Millionen Stück. Eine Verminderung um zehn Prozent auf unter 28,5 Millionen war hingegen in der Kategorie „Spezielle Ausschnittsversicherung“ zu beobachten.

„Da der Auslandsschutz auch einer von mehreren Bestandteilen eine Speziellen Ausschnittsversicherung sein kann, sind Bestandsschwankungen zwischen diesen Versicherungsarten keine Besonderheit“, wird im Zahlenbericht erläutert. Trotz der hohen Zahl der Verträge hätten die beiden Formen nur eine geringe Bedeutung für das Prämienaufkommen, so der Verband.

WERBUNG