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Kurzmeldung

Wie Corona die Bevölkerungsentwicklung beeinflusst

12.1.2021 – Im vergangenen Jahr hat sich der seit 2011 anhaltende Bevölkerungszuwachs voraussichtlich nicht fortgesetzt. Nach einer am Dienstag veröffentlichten ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts (Destatis) betrug die Bevölkerungszahl in Deutschland Ende 2020 wie vor Jahresfrist 83,2 Millionen Menschen.

Bereits 2019 war das Wachstum nur sehr gering ausgefallen (VersicherungsJournal 20.1.2020). Mitte Oktober hatte Destatis für das erste Halbjahr 2020 gar von einem Lockdown-bedingten Rückgang berichtet, nun offenbar eingetretene Nachholeffekte nicht ausgeschlossen (14.10.2020).

Die Statistiker unterstellen bei ihren Berechnungen für das vergangene Jahr eine Netto-Zuwanderung von 180.00 bis 240.000 (2019: 327.060) Personen und ein Geburtendefizit im Inland von mindestens 205.000 (161.430). Dabei standen 755.000 bis 775.000 Geborene mindestens 980.000 Gestorbenen gegenüber. Im Jahr zuvor waren 778.090 Geburten und 939.520 Todesfälle verzeichnet worden.

Dass der Wanderungssaldo voraussichtlich zum fünften Mal in Folge abgenommen hat, begründet das Amt wie folgt: „Im Jahr 2020 dürften sich insbesondere Reisebeschränkungen durch die Corona-Pandemie und wirtschaftliche Folgen eindämmend auf die Wanderung ausgewirkt haben.“ Auch die gestiegenen Todesfallzahlen seien vermutlich auf die Pandemie zurückzuführen.

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