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Wo Urlauber die meisten Verkehrsunfälle erlitten haben

10.7.2019 – 2018 haben deutsche Autofahrer gut ein Prozent weniger Unfälle aus den Nachbarländern gemeldet als im Jahr zuvor. Die meisten der fast 35.000 Fälle ereigneten sich in Italien, gefolgt von Frankreich.

Die GDV Dienstleistungs-GmbH (GDV DL) hat aktuelle Daten zum Zentralruf der Autoversicherer veröffentlicht. Demnach ist die Zahl der aus dem Ausland gemeldeten Unfälle beim Zentralruf im vergangenen Jahr leicht gesunken – und zwar um 1,4 Prozent beziehungsweise rund 500 auf 34.785.

In den beiden Jahren zuvor war die Zahl der Anzeigen zu Auslandsunfällen in Deutschland zugelassener Autos mit Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen um jeweils etwa neun Prozent gestiegen (VersicherungsJournal 14.6.2018, 31.5.2017). Im Vergleich zu 2013 hat sich die Zahl der Meldungen allerdings immer noch um etwa 30 Prozent beziehungsweise circa 8.000 erhöht.

Auslandsunfälle 2013 bis 2018 (Bild: Wichert)

Italien vor Frankreich

Spitzenreiter ist erneut Italien, von wo aus im vergangenen Jahr mit fast 5.800 Crashs rund jeder sechste Unfall gemeldet wurde. Dahinter folgen Frankreich mit leicht über 5.200, die Niederlande mit annähernd 4.500 und Österreich mit fas 3.900 angezeigten Zusammenstößen.

In den Ländern mit den meisten Meldungen waren größtenteils Rückgänge zu verzeichnen. Zugenommen hat die Zahl minimal in den Niederlanden und deutlich in Österreich.

Auslandsunfälle 2018 nach Ländern (Bild: Wichert)

Fast ein Drittel der Unfallgegner der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge ist im Süden beheimatet, wie weiter mitgeteilt wird. So krachte es 5.210 Mal mit Franzosen und sogar 5.451 Mal mit Italienern.

Insbesondere in den Sommerreisemonaten

Jens Bartenwerfer (Bild: GDV-DL)
Jens Bartenwerfer (Bild: GDV-DL)

Besonders unfallträchtig sind die Sommerreisemonate, hebt GDV-DL-Geschäftsführer Dr. Jens Bartenwerfer anlässlich der Bekanntgabe der aktuellen Zahlen hervor.

So entfiel auch im vergangenen Jahr rund die Hälfte der gemeldeten Unfälle auf die Monate Juni bis September. Allein im August waren es 5.262 (2017: 5.569) Zusammenstöße, im September immerhin noch 4.320 (4.436).

Wenig überraschend kommt es laut Bartenwerfer besonders häufig in den direkten Nachbarländern zu einem Crash. Seinen Angaben zufolge „machen die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Österreich, die Schweiz, Tschechien, Polen und Dänemark mit 21.598 Unfällen in etwa 62 Prozent der europäischen Gesamtfälle aus.

Die Abnahme von Unfällen deutscher Verkehrsteilnehmer im Ausland ist ein gutes Zeichen.

GDV-DL-Geschäftsführer Dr. Jens Bartenwerfer

„Es kann jeden treffen“

Der GDV-DL-Geschäftsführer sieht die Abnahme von Unfällen deutscher Verkehrsteilnehmer im Ausland als „ein gutes Zeichen“ an. „Dennoch kann es jeden treffen. Vor der Urlaubsreise mit dem eigenen Pkw sollten Autofahrer alle Unterlagen zusammenstellen, die im Falle eines Falles für eine schnelle Schadenabwicklung notwendig sind“, lässt sich Bartenwerfer in einer Pressemeldung weiter zitieren.

Hierzu zähle insbesondere bei Reisen ins Ausland ein Europäischer Unfallbericht. Das europaweit einheitlich aufgebaute Formular erleichtert den Angaben zufolge die Aufnahme des Unfallschadens auch über Sprachbarrieren hinweg. Es enthält Ausfüllhilfen in elf Sprachen (Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Spanisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch und Russisch).

Ins Reisegepäck gehöre auf Auslandsreisen ferner die Grüne Karte, die beim eigenen Autoversicherer erhältlich ist. Diese sei in der EU zwar nicht mehr vorgeschrieben, eine Mitnahme bleibe jedoch sinnvoll, da die Grüne Karte bei Fahrten in folgende Länder verlangt werde:

  • Albanien,
  • Bosnien-Herzegowina,
  • Iran,
  • Israel,
  • Marokko,
  • Mazedonien,
  • Moldawien,
  • Montenegro,
  • Russland,
  • Serbien,
  • Türkei,
  • Tunesien,
  • Ukraine und
  • Weißrussland.

Auch die Nummer des Zentralrufs der Autoversicherer sollte notiert oder im Mobiltelefon gespeichert werden. Der Zentralruf ist aus dem Ausland täglich rund um die Uhr unter 0049 40 300330300 zu erreichen. Ein Onlinekontakt mit Smartphone und Tablet ist zudem über www.mobile.zentralruf.de möglich.

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