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Caritas und Kölner Pensionskasse auf dem Weg der Besserung

27.11.2019 – Nach ihren Vertreterversammlungen teilen die Kölner Pensionskasse und ihre in Personalunion geführte Schwestergesellschaft Caritas Pensionskasse wesentliche Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 mit. Beide Gesellschaften hatten zum Zeitpunkt ihrer Pressemitteilung noch keinen Geschäftsbericht für 2018 online gestellt. Für den externen Betrachter lässt sich die Lage somit weder überprüfen noch interpretieren.

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Die in Schieflage geratene Kölner Pensionskasse VVaG und ihre Schwester Pensionskasse der Caritas VVaG haben das Geschäftsjahr 2018 jeweils mit einem kleinen Gewinn beendet. Im Anschluss an ihre Vertreterversammlungen haben sie Pressemitteilung versendet, in denen sie diese Ergebnisse als „solide“ einstufen.

Winziger Gewinn

Beide Pensionskassen sind für das Neugeschäft geschlossen (VersicherungsJournal 20.5.2019, 6.12.2018, 5.12.2018 und 4.12.2018). Im Rahmen der Sanierung haben sie die Leistungen ihrer Versicherten um zusammen rund 170 Millionen Euro gekürzt.

Olaf Keese (Bild: Kölner Pensionskasse)
Olaf Keese
(Bild: Kölner Pensionskasse)

Olaf Keese, Vorstandschef beider Kassen, nennt die Sanierung „einen gravierenden Einschnitt“ und sieht sich mit den Sanierungskonzepten jeweils auf dem richtigen Weg. Letzten Angaben zufolge hatte die Kölner Pensionskasse einen Finanzbedarf von 62,5 Millionen Euro auszugleichen, die Caritas von 146,6 Millionen Euro.

Nach dem Ausgleich des Finanzbedarfs in der Bilanz 2017 beendet die Kölner Pensionskasse eigenen Angaben zufolge das Berichtsjahr 2018 mit positiven 0,343 Millionen Euro Ergebnis, die dem Gründungsstock zugeführt werden. Bei der Caritas beträgt das Geschäftsergebnis 0,522 (Vorjahr nach Sanierung 0) Millionen Euro, die der Verlustrücklage zugeführt werden.

Verlust in der Kapitalanlage

Bei der Kölner Pensionskasse wuchs der Bestand aufgrund von rechtlich veranlasster Vertragsteilungen leicht auf 31.553 (31.449) Versicherte. Die Beiträge gingen um 0,58 Prozent auf 21,97 Millionen Euro zurück. An Versicherungsleistungen wurden 7,99 (7,16) Millionen Euro ausgezahlt.

Die Kapitalanlagen stiegen um 2,59 Prozent auf 353,71 Millionen Euro. Sie erbrachten nach Unternehmensangaben zwar Erträge von 10,7 (9,6) Millionen Euro, nach Abzug des Aufwandes bleibt aber ein Defizit von rund 106.000 Euro. Dies entspricht einer Nettoverzinsung von minus 0,03 Prozent nach positiven 2,57 Prozent im Vorjahr.

Die negative Verzinsung ergibt sich aus Abschreibungen auf Wertpapiere, die bereits im Rahmen der Sanierung berücksichtigt worden seien, so die Pressemitteilung. Als laufende Brutto-Verzinsung werden 3,24 (3,05) Prozent und als laufende Durchschnittsverzinsung 2,97 (2,81) Prozent genannt.

Vertreterversammlung verabschiedet Jahresbilanz 2018

Der Versichertenbestand der Pensionskasse der Caritas verringerte sich auf 24.760 (25.000) Versicherte. Die Beiträge stiegen hingegen um 2,66 Prozent auf 9,37 Millionen Euro. An Versicherungsleistungen wurden 31,97 (32,08) Millionen Euro ausgezahlt.

Mit ihren um 2,7 Prozent auf 462,9 Millionen Euro gesunkenen Kapitalanlagen erwirtschaftete auch die Caritas Pensionskasse Verluste. Brutto brachten sie zwar 21,60 (24,98) Millionen Euro Erträge, netto stellte sich jedoch ein Verlust von 1,96 Millionen Euro ein; Vorjahr minus 17,82 Millionen Euro.

Auch hier belasteten nicht weiter erläuterte Abschreibungen auf Wertpapiere. Diese seien bereits im Rahmen der Sanierung berücksichtigt worden. Die Nettoverzinsung liegt bei minus 0,42 (-3,59) Prozent. Die laufende Brutto-Verzinsung wird auf 3,36 (2,06) Prozent, die laufende Durchschnittsverzinsung auf 2,89 (1,50) Prozent beziffert.

Stühlerücken im Aufsichtsrat

Nach Unternehmensangaben wurde Oliver Butke zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats bestimmt. Angaben zu Butke liefert die Pensionskasse nicht. Sein Stellvertreter ist Stefan Sendker. Der bisherige Vorsitzende des Aufsichtsrats Thomas Vortkamp gehört dem Gremium weiterhin an.

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