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In eigener Sache

Liebe Leserin, lieber Leser,

18.12.2009 – mit dieser Ausgabe verabschiedet sich das VersicherungsJournal in eine zweiwöchige Weihnachtspause. Freuen Sie sich mit uns auf ein spannendes, neues Jahr 2010.

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Über 40.000 Leserinnen und Leser beziehen inzwischen unseren Newsletter. Das sind über 5.000 mehr als noch vor einem Jahr (VersicherungsJournal 14.12.2009).

VersicherungsJournal zum Anfassen

Auch in diesem Jahr beteiligten wir uns an diversen Messen. Das VersicherungsJournal war in Deutschland bei der Vierten Leipziger Versicherungs- und Fondsmesse (VersicherungsJournal 23.4.2009), beim Charta Marktplatz (VersicherungsJournal 8.5.2009) und der DKM (VersicherungsJournal 29.10.2009) jeweils mit einem Stand vertreten. So konnten unsere Leserinnen und Leser das Team des VersicherungsJournals „zum Anfassen“ erleben.

Das Team besteht inzwischen aus 15 freien Journalistinnen und Journalisten. Auch einige Gastautorinnen und Gastautoren waren für uns tätig. Über 1.800 Artikel mit Neuigkeiten aus der Branche trug dieses Team im Jahr 2009 zusammen.

Auch die Schwesterausgabe in Österreich entwickelte sich im zweiten Jahr des Erscheinens sehr gut weiter. Ein eigenes Redaktionsteam von drei Journalisten berichtet über den dortigen Versicherungsmarkt. Mittlerweile zählen auch dort bereits rund 4.000 Leserinnen und Leser zu den Newsletter-Empfängern.

Finanzmarktkrise bereits verdaut?

Dieses Jahr war geprägt durch die Folgen der Finanzkrise. Diese ist keine Krise der Versicherungswirtschaft, betonten die Lobbyisten der Branche gerne. Das ist allerdings nur ein Teil der Wahrheit, denn als Bestandteil des Finanzsystems ist die Versicherungswirtschaft nicht wegzudenken und damit in verschiedenster Form von der Finanzkrise direkt und indirekt betroffen.

Spürbare Folge ist beispielsweise die Talfahrt der Zinsen. Das betrifft die Lebensversicherer nachhaltig, die mit dem derzeit neu angelegten Kapital weniger erwirtschaften, als sie dank den diversen Puffern (VersicherungsJournal 18.11.2009) im System den Kunden versprechen können (VersicherungsJournal 18.12.2009).

Ungesundes Wachstum

Das wird denn auch teilweise zur Spekulation gegen den Bestand genutzt, indem selbst Banken und Sparkassen den Kunden empfehlen, ihr Geld auf Parkkonten der Versicherer und in kurzfristig abzubrechenden Rentenversicherungen zu deponieren, bis die Zins-Zeiten wieder besser sind (VersicherungsJournal 18.11.2009).

Den Versicherern beschert dies unerwartete Beitragszuwächse von voraussichtlich 3,1 Prozent der Gesamtprämieneinnahmen über alle Sparten (VersicherungsJournal 20.11.2009), für die das Einmalbeitragsgeschäft in der Lebensversicherung mit rund 18 Milliarden Euro maßgeblich mit verantwortlich ist. Wie gewonnen, so zerronnen, das werden die Lebensversicherer allerdings unter Umständen bald sagen müssen.

Die zum 1.1.2008 in Kraft getretene VVG-Reform scheint in großen Teilen gut verarbeitet worden zu sein. Vom Vermittlergesetz kann man das so nicht sagen.

Vermittleraufsicht fehlt

Vielmehr häufen sich die Fälle, in denen eine funktionierende Vermittleraufsicht in Deutschland fehlt. Ob ein Assekuradeur auch als Makler eingetragen werden darf (VersicherungsJournal 27.4.2009), wie es verschiedentlich der Fall ist, ob man gleichzeitig gebundener Vertreter eines Versicherers und Vertreter eines Maklers sein kann, oder ob und wem gegenüber Makler gegen Honorar tätig werden dürfen (VersicherungsJournal 3.12.2009), ob das Provisionsabgabeverbot noch gilt (VersicherungsJournal 11.12.2009) – die Liste ungeklärter Fragen lässt sich ohne Weiteres verlängern.

Gleichzeitig ist der Versicherungsvertrieb in diesem Jahr massiv in die Kritik geraten. Verunglimpft unter anderem durch ein Verbraucherzentralen-Video (VersicherungsJournal 19.6.2009) und unter Querfeuer durch Ampelcheck-Broschüren, nach denen im Prinzip alles – und wenn es Briefmarken sind – besser zur Altersvorsorge geeignet ist als ein Versicherungsvertrag (VersicherungsJournal 11.9.2009), stehen Versicherer und ihr Vertrieb der Lobbyarbeit der Verbraucherzentralen und anderer Honorar-Berater etwas konzeptlos gegenüber. Auch Ministerien beteiligten sich an einer von den Betroffenen als Hetzjagd empfundenen Kampagne gegen den Provisionsvertrieb (VersicherungsJournal 5.5.2009).

Dazu kommen wenig schmeichelhafte Testergebnisse von Versicherungsvertretern durch Finanztest (VersicherungsJournal 17.9.2009) und von Vertretern, Maklern und Banken durch Qualiance (VersicherungsJournal 16.6.2009). Das kommende Jahr wird von einer weiteren Regulierung des Finanzvertriebs geprägt sein, Eckpunkte hierfür wurden bereits vor der Bundestagswahl vorgelegt (VersicherungsJournal 24.7.2009).

GKV-WSG nicht gekippt

Nicht erfüllt hat sich in diesem Jahr die Hoffnung der privaten Krankenversicherung, dass das Bundesverfassungs-Gericht die ungeliebte Reform durch das GKV-Wettbewerbsstärkungs-Gesetz kippt (VersicherungsJournal 11.6.2009). Jetzt hofft die Branche auf die neue Bundesregierung, die insbesondere eine Rückkehr zur einjährigen Wartefrist bis zum möglichen Wechsel in die PKV bei höher verdienenden Angestellten angekündigt hat (VersicherungsJournal 26.10.2009).

Derweil muss sich die PKV-Branche aber auch fragen lassen, was sie gegen Übertreibungen im Vertrieb unternimmt. So mussten beispielsweise einige Krankenversicherer rund 15 Millionen Euro an Provisionsvorschüssen an den Versicherungsmakler MEG AG möglicherweise abschreiben, dessen windiges Geschäftsmodell in diesem Jahr in der Insolvenz endete (VersicherungsJournal 26.11.2009).

Teure Fehlentwicklungen

Viele Fragen rund um diese Pleite sind unbeantwortet. Sicher ist dagegen etwas anderes: Die Prämienanpassungen der PKV fallen in diesem Jahr massiv aus, wie nicht nur die Durchschnittswerte der Versicherer, sondern auch die Leserrückmeldungen zeigen (VersicherungsJournal 2.12.2009). Dass zwischen diesen Anpassungen und den teuren Fehlentwicklungen im Vertrieb kein Zusammenhang besteht, wird hoffentlich die Versicherungsaufsicht überwachen.

Im kommenden Jahr wollen wir erneut die Entwicklung der Versicherungsbranche kompetent und konstruktiv-kritisch begleiten. Besonders Augenmerk werden wir erneut auf die Entwicklung des Vertriebs richten.

Danke

Auf diesem Weg bedanken wir uns für die vielen guten Wünsche und netten Zuschriften, die uns derzeit von unseren Lesern und Informations-Lieferanten erreichen. Gleichzeitig bitten wir um Verständnis, wenn wir nicht alle einzeln beantworten können.

Besonders danken wir auch unseren Werbepartnern und Kunden, durch die dieser Newsletter überhaupt finanziell ermöglicht wird. Deshalb empfehlen wir unseren Leserinnen und Lesern gerne, auch im nächsten Jahr wieder die Werbung und die nützlichen Informationen zu beachten. Dies gilt auch für die Extrablätter des VersicherungsJournals, die auch im kommenden Jahr viermal erscheinen werden – das erste Heft erwartet Sie bereits Ende Januar.

Auch mit dem Erwerb des kostenpflichtigen Archivzugangs verschaffen Sie sich nicht nur großen Nutzen, sondern helfen uns, auch künftig journalistische Qualität statt gekauften Werbeartikeln liefern zu können.

Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr ohne Versicherungs-Fall sowie ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2010!

Ihr Team des VersicherungsJournals

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