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Neues Branchenmodell zur Arbeitskraftabsicherung startet

4.12.2019 – Arbeitnehmer, die in einer der IG BCE angeschlossenen Branchen tätig sind, können sich über eine neue Absicherungslösung gegen Berufsunfähigkeit oder den Verlust von Grundfähigkeiten versichern. Das Angebot gilt auch für Familienangehörige. Dahinter steht ein Konsortium, an dem die Swiss Life, die R+V sowie die Allianz beteiligt sind.

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Eine neues Branchenkonzept der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) ging am 3. Dezember an den Start. Unter der Dachmarke „Arbeitskraftschutz Flex“ erhalten Beschäftigte die Möglichkeit, sich gegen Berufsunfähigkeit (BU) oder den Verlust von Grundfähigkeiten zu versichern. Anbieter ist der Dienstleister der Arbeitnehmervertretung, die IG BCE Bonusagentur GmbH.

Hinter der Offerte stehen die Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland (als Konsortialführer), die R+V Lebensversicherung AG sowie die Allianz Lebensversicherungs-AG. Angaben über die Höhe der Anteile machten die Versicherer nicht.

BU- und Grundfähigkeits-Versicherung

Das Angebot gilt für die Beschäftigten (und Familienmitglieder), die in einer der IG BCE angeschlossenen Branchen tätig sind. Sie sollen „von besonderen Großkunden-Konditionen“ profitieren. In welchem Beruf die Versicherungsnehmer tätig sind, sei nicht entscheidend. Es sei „egal, ob als Assistenz, Ingenieur oder Produktionshelfer“, so Swiss Life.

Das Branchenmodell umfasst eine Berufsunfähigkeits-Versicherung („BU Flex“) und eine Grundfähigkeits-Versicherung („Vitalschutz Flex“). Letztere ist laut Swiss Life in drei verschiedene Leistungspakete mit bis zu 22 Grundfähigkeiten aufgeteilt.

Verschiedene Optionen

Im Rahmen des Gesamtpakets können die Versicherungsnehmer zudem verschiedene Optionen wählen. Umfasst sind bei der BU-Versicherung zum Beispiel die Anpassung der Rentenhöhe ohne erneute Gesundheitsprüfung, die Absicherung von Pflegebedürftigkeit auch nach Vertragslaufzeit sowie eine Besserstellungsgarantie.

Die Grundfähigkeits-Versicherung sieht zum Beispiel im Falle bestimmter schwerer Krankheiten eine Einmalzahlung in Höhe bis zur zwölffachen Monatsrente sowie eine Nachversicherungs-Garantie zur Anpassung ohne erneute Gesundheitsprüfung vor.

Betriebliche Pflegezusatz-Versicherungen

Die IG BCE und der Bundes-Arbeitgeberverband Chemie e.V. (BAVC) hatten bereits Ende November die arbeitgeberfinanzierte betriebliche Pflegezusatz-Versicherung „CareFlex Chemie“ vereinbart (VersicherungsJournal 25.11.2019).

Sie gilt ab Juli 2021 obligatorisch für die 435.000 Tarif-Beschäftigten der Chemie- und Pharmaindustrie. Die rund 145.000 außertariflich Beschäftigten der Branche können einbezogen werden, wenn ihr Arbeitgeber dies vereinbart. Hinter dem Angebot stehen die R+V Krankenversicherung AG als Konsortialführer, die DFV Deutsche Familienversicherung AG und die Barmenia Krankenversicherung AG.

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