Kurzmeldung

Advent, Advent, die Wohnung brennt

4.12.2019 – Gefährliche (Vor-) Weihnachtszeit: In den letzten Wochen eines jeden Jahres registrieren die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer in etwa 50 Prozent mehr Feuerschäden als in den Frühjahrs- und Herbstmonaten. Hauptursache für die zusätzlichen Brände sind nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) brennende Adventskränze und Weihnachtsbäume sowie fehlgeleitete Silvesterraketen.

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In der Advents- und Weihnachtszeit des vergangenen Jahres verzeichneten die Versicherer nach eigener Darstellung mit circa 30.000 in etwa 10.000 zusätzliche Feuerschäden. Zum Vergleich: 2006 lag die Zahl noch mehr als doppelt so hoch.

Die Versicherungsleistungen für die zusätzlichen Brände bezifferte der GDV für 2018 auf 31 Millionen Euro. Der durchschnittliche Schaden lag mit rund 3.100 Euro zwar leicht unter dem Rekordwert für das Jahr zuvor (VersicherungsJournal 5.12.2018). Dies stellt allerdings immer noch den zweithöchsten Wert seit vielen Jahren dar – und liegt um fast drei Viertel über den Durchschnittskosten im Jahr 2006.

Brände in der Adventszeit (Bild: Wichert)

Um ohne Wohnungsbrände durch die Weihnachtszeit zu kommen, empfiehlt der Versichererverband die Installation von Rauchmeldern. Seit Anfang 2017 besteht in jedem Bundesland eine Rauchmelderpflicht für Wohngebäude – zumindest für Neu- und Umbauten. Teilweise gibt es Übergangsregelungen zur Nachrüstung bei bestehenden Gebäuden (13.4.2018). Weitere Tipps der Versicherungswirtschaft zur Brandverhütung in der Adventszeit:

  • „Der Weihnachtsbaum sollte erst kurz vor dem Fest gekauft werden, damit er nicht trocken und dadurch leicht brennbar ist. Regelmäßiges Gießen verhindert das Austrocknen des Baumes.
  • Der Baum sollte nicht in der Nähe von brennbaren Stoffen wie den Vorhängen aufgestellt werden. Am besten verzichtet man auf leicht entflammbares Material am Baum, wie beispielsweise Strohsterne.
  • Die Kerzen am Weihnachtsbaum sollten nie unbeaufsichtigt angezündet und Kinder und Haustiere immer im Auge behalten werden.“
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