Dossier

Aufbruch in die neue bAV-Welt

21.11.2019 – Der Talanx-Konzern setzt als erster Arbeitgeber in Deutschland das Sozialpartner-Modell für die eigene Belegschaft um. Die Politik wiederum ist im Rahmen ihres Grundrenten-Kompromisses auch das Thema Doppelverbeitragung für gesetzlich krankenversicherte Betriebsrentner angegangen. In die betriebliche Altersversorgung ist also Bewegung gekommen. Über Hürden und Chancen für den Vertrieb berichtet ein neues Dossier.

WERBUNG

Vor rund zwei Jahren brachte die große Koalition das Betriebsrenten-Stärkungsgesetz auf den Weg. Die Möglichkeiten der neuen betrieblichen Altersversorgung (bAV) sind seither von Vertretern der Versicherungswirtschaft inklusive der Vertriebsorganisationen durchaus kontrovers diskutiert worden.

Zündstoff boten und bieten immer noch die Eckpfeiler des BRSG, wie das Sozialpartner-Modell (SPM), das Garantieleistungsverbot oder Fragen des Arbeitgeberzuschusses und der steuerlichen Förderung. Darüber hinaus erweist sich auch das Thema Doppelverbeitragung als Dauerbrenner der Debatten.

Bewegung bei den Betriebsrenten

Hier hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten einiges bewegt. So haben die Talanx AG und die Zurich Gruppe DeutschlandDie Deutsche Betriebsrente“ mit dem Tarifpartner Vereinte Dienstleistungs-Gewerkschaft (Verdi) an den Start gebracht. Damit wird die erste Nahles-Rente am 1. Januar für die Belegschaft der Hannover Gesellschaft und für die Mitarbeiter der HDI Versicherungen umgesetzt.

Beim leidigen Thema Doppelverbeitragung zeichnet sich eine Nachbesserung ab. Die Regierungskoalition hat im Rahmen ihres Grundrenten-Kompromisses auch diesen Hemmschuh für gesetzlich krankenversicherte Betriebsrentner angepackt. Sie plant eine Beitragsreduzierung, die bereits im Januar in Kraft treten soll.

Herausforderungen für den Vertrieb

Dossier Cover (Bild: VersicherungsJournal)

Das sind durchaus erfreuliche Nachrichten für die Vertriebsorganisationen der Versicherer als auch für unabhängige Vermittler. Zumal es um einen attraktiven Markt geht: Bei einem bAV-Verbreitungsgrad von etwa 56 Prozent besteht in Deutschland noch einiger Bedarf an Beratung und Vermittlung. Das heißt für den Vertrieb, es bleibt noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.

Er steht in diesem Geschäftsfeld vor diversen Herausforderungen. Vermittler müssen die aktuelle Rechtslage (Arbeits-, Steuer- und Sozialversicherungs-Recht) in der Beratung im Auge haben und beachten und gegebenenfalls ihrer Klientel den entsprechenden Berater empfehlen. Regulatorische Anforderungen wie Beratungs-Protokollierung und Vorgaben des Datenschutzes schaffen weitere Hürden.

Zusätzlich stellt die zunehmende Digitalisierung Vermittler wie auch bAV-Dienstleister vor neue Aufgaben. Hinzu kommen die sich ändernden Erwartungen der Kunden, die mehr Service in der Verwaltung der betrieblichen Alterssicherung wünschen.

Neues Dossier: Inhalt und Zugang

Welche Chancen und Hürden es für den Vertrieb in Sachen bAV gibt, wird in einem neuen Dossier des VersicherungsJournals berichtet. Des Weiteren wird ein Blick auf die Favoriten der Versicherungsvermittler unter den Anbietern betrieblicher Vorsorgelösungen geworfen. Zudem berichten bAV-Experten über die Herausforderungen durch die Digitalisierung und geben ihre Einschätzung zu den Perspektiven des Geschäfts ab.

Das Dossier behandelt unter anderem folgende Schwerpunktthemen:

  • I. Einleitung – Positive Signale für die bAV
  • II. Neue bAV mit Startschwierigkeiten
  • a) Erste Nahles-Rente: Eine Lösung für den Eigenbedarf
  • b) Arbeitgeberzuschuss soll Anreize schaffen
  • III. Absicherung auf betrieblichen Veranstaltungen
  • a) Anforderungen an Vermittler und Bedeutung des Geschäfts steigen
  • b) Dauerbrenner Doppelverbeitragung: Entlastung in Sicht
  • c) Anbieter und Maklerservice: Die Lieblinge der Vermittler
  • IV. Digitale bAV – Noch kein Königsweg in Sicht
  • V. Fazit – Spezialisierung wird zunehmen

Das vollständige 26-seitige Dossier „Aufbruch in die neue bAV-Welt – Wie Regulatorik, BRSG und Digitalisierung neue Perspektiven für die betriebliche Altersversorgung schaffen“ steht Premium-Abonnenten als PDF-Datei (1,28 MB) unter diesem Link zum Herunterladen zur Verfügung.

Gastautor

WERBUNG