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Erster Lebensversicherer deklariert Überschussbeteiligung

18.11.2020 – Die LV 1871 hat als erster Marktteilnehmer die Überschussbeteiligung für 2021 bekannt gegeben. Sie bietet ihren Kunden eine laufende Verzinsung von unverändert 2,40 Prozent. Hinzu kommen ein Schlussüberschussanteil und eine Beteiligung an den Bewertungsreserven von zusammen bis zu 0,95 (0,65) Prozent für Verträge gegen laufende (Einmal-) Beitragszahlung.

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2020 ist die laufende Verzinsung des Deckungskapitals der deutschen Lebensversicherer bei klassischen privaten Rentenversicherungen um 0,17 Basispunkte auf den historischen Tiefstand in diesem Jahrtausend von 2,29 Prozent zurückgegangen. Das zeigen Berechnungen der Assekurata Assekuranz Rating-Agentur GmbH.

Bei den Neue-Klassik-Produkten, für die Assekurata seit 2015 ebenfalls Daten bereithält, liegt der Durchschnittswert bei 2,28 (2019: 2,40) Prozent (VersicherungsJournal 14.2.2020, 17.2.2020).

Überschussbeteiligung im Sinkflug

Waren es in den Jahren 2000 und 2001 durchschnittlich noch jeweils über sieben Prozent, so wurde 2012 die Vier-Prozent-Marke und 2016 die Drei-Prozent-Marke unterschritten. Im Beobachtungszeitraum ging es lediglich 2007 und 2008 bergauf, ansonsten kontinuierlich bergab.

Laufende Verzinsung (Bild: Wichert)

Für das laufende Jahr hatten nur noch zwei Anbieter eine laufende Verzinsung von 3,0 Prozent und höher deklariert. Anders als im Jahr zuvor (8.1.2019), waren Absenkungen wieder die Regel und nicht die Ausnahme (9.1.2020).

In Rahmen einer hauseigenen Vertriebsveranstaltung hatte die Versicherungsgruppe die Bayerische am Montag angekündigt, im kommenden Jahr bei allen Lebensversicherern die Überschussbeteiligung konstant halten zu wollen (17.11.2020).

2,4 Prozent laufende Verzinsung

Am Dienstag hat die Lebensversicherung von 1871 a.G. München (LV 1871) per Pressemitteilung die Überschussdeklaration für 2021 bekannt gegeben. Im Vorjahr hatte die Ideal Lebensversicherung a.G. als erste Gesellschaft – ungewöhnlich früh bereits Mitte Oktober – darüber informiert, wie die Lebensversicherungs-Kunden im laufenden Jahr an den Überschüssen beteiligt werden (18.10.2019).

Die LV 1871 hält die laufende Verzinsung im Neugeschäft konstant bei 2,4 Prozent (0,9 Prozent Rechnungszins plus 1,5 Prozent Zinsdividende) des Deckungskapitals und damit auf dem Niveau der Jahre 2020 und 2019.

Die gesamte Verzinsung inklusive Schlussgewinnanteil und Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven liegt unverändert bei 3,35 Prozent (laufende Beitragszahlung) beziehungsweise bei 3,05 Prozent (Einmalbeitrag).

Für Bestandspolicen wurden Rechnungszinsen von bis zu vier Prozent garantiert (18.12.2017). Soweit diese über der aktuellen Deklaration liegen, erhalten die Kunden den höheren Wert gutgeschrieben.

So kommentiert die LV 1871 die Deklaration

Vorstandschef Wolfgang Reichel lässt sich in der Meldung wie folgt zitieren: „Wir freuen uns sehr, dass wir für kapitalbildende Produkte in den letzten Jahren eine auf hohem Niveau stabile Überschussbeteiligung bieten können.“

Diese „attraktive“ Überschussbeteiligung verdankt das Unternehmen „auch in Zeiten von Niedrigzins und Corona-Pandemie unserer auf Kontinuität und Langfristigkeit ausgerichteten Kapitalanlage. Mit einer Solvenzquote von 470 Prozent setzen wir ein starkes Zeichen am deutschen Lebensversicherungs-Markt“, so Reichel weiter.

Diese SCR-Quote (ohne Volatilitätsanpassung und ohne Übergangsmaßnahmen) bedeutet nach Daten aus dem Map-Report Nummer 915 – „Solvabilität im Vergleich 2010 bis 2019“ (19.6.2020) den marktweit achthöchsten Wert.

Nummer 31 im Markt nach Prämienvolumen

Die LV 1871 gehört zu den mittelgroßen Akteuren. Mit verdienten Bruttobeitragseinnahmen von 653 Millionen Euro (2019) liegt sie an 31. Stelle in der kürzlich veröffentlichten Statistik der Erstversicherungs-Unternehmen (Tabellenteil) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin).

Von verschiedenen Analysehäusern wird die Gesellschaft überdurchschnittlich bewertet. Die DFSI Ratings GmbH bescheinigte den Münchenern jüngst eine „sehr gute“ Unternehmensqualität (23.10.2020).

In den aktuellen Auflagen des „M&M Rating LV-Unternehmen“ sowie des ergänzenden Belastungstests der Morgen & Morgen GmbH (M&M) schnitt die Gesellschaft mit der Höchstnote „ausgezeichnet“ ab (10.11.2020, 12.11.2020). Im diesjährigen Unternehmensscoring der Ascore Das Scoring GmbH gab es ebenfalls die Bestnote („sechs Kompasse“, 27.10.2020).

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