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So viele Riester-Sparer erhalten die volle Zulage

4.12.2019 – Im Beitragsjahr 2016 erhielten nach jüngst vom Bundesfinanzministerium veröffentlichten Zahlen nur etwa ein Drittel der Riester-Sparer die volle Zulage. Unter den geförderten Personen traf dies immerhin auf über jeden Zweiten zu. Jeder fünfte davon bekam aber nur weniger als die Hälfte der vollen Zulage.

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Für das Beitragsjahr 2016 hat die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) fast 2,76 Milliarden Euro an die Riester-Anbieter überwiesen. Seit 2002 summiert sich die Förderung nach Daten des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) auf annähernd 27 Milliarden Euro.

Das gesamte Beitragsvolumen bezifferte das BMF für 2016 auf rund 11,5 Milliarden Euro. Ein Vertrag wurde im Schnitt mit 990 Euro bespart. Die Spanne reichte je nach Variante der geförderten Altersvorsorge von knapp 870 Euro bis zu über 1.400 Euro (VersicherungsJournal 29.11.2019).

Jeder dritte Riester-Sparer ohne Zulage

Wie die BMF-Daten weiter zeigen, erhielten im Beitragsjahr 2016 knapp 11,1 Millionen Riester-Sparer eine staatliche Förderung (Stand: Zahltag 15. Mai 2019). Dabei bekamen 58,5 Prozent nur Zulagen von der ZfA und 40,5 Prozent Zulagen und Steuerentlastung. Damit erhielt aber auch ziemlich genau jeder dritte Riester-Sparer gar keine staatliche Förderung zu seinem Vertrag (25.11.2019).

Daten für die Beitragsjahre 2017 und 2018 liegen zwar vor, sind aber wegen des zweijährigen Zeitraums für die Beantragung der Zulagenförderung mit großen Unsicherheiten behaftet.

Nur jeder Dritte Riester-Sparer erhält die volle Zulage

Die Statistik aus dem Finanzministerium gibt auch Aufschluss darüber, wie viele Riester-Sparer die volle Zulage erhalten. Voraussetzung hierfür ist in der Regel, dass mindestens vier Prozent des Vorjahres-Bruttoeinkommens (inklusive der Zulage) in den Vertrag eingezahlt werden. Wird der Kontrakt mit einer niedrigeren Summe bespart, so wird die Zulage anteilig gekürzt.

Zum Jahresende 2016 bekamen rund 5,79 Millionen Personen der zu diesem Zeitpunkt rund 16,57 Millionen Riester-Sparer 100 Prozent der Zulage. Dies entspricht in Relation zur Gesamtzahl einem Anteil von knapp 35 Prozent.

Bei der Zeitreihenbetrachtung fällt auf, dass dieser Anteil in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken ist. Der 2016er-Wert liegt sogar um annähernd acht Prozentpunkte unter dem Wert von 2008. Seinerzeit waren es fast 43 Prozent. Gründe hierfür sind aus der Statistik nicht abzuleiten.

Volle Riester-Zulage (Bild: Wichert)

Jeder fünfte Zulagenempfänger mit weniger als der halben Zulage

Wie aus den BMF-Daten weiter hervorgeht, beträgt der Anteil der Zulagenempfänger mit der vollen Zulage an den geförderten Personen knapp 53 Prozent. Zwei Jahre zuvor waren es noch rund 54 Prozent (12.2.2018). Über 60 Prozent davon sind weiblichen Geschlechts.

Anteil der Zulage (Bild: Wichert)

Rund jeder 15. Zulagenempfänger realisiert zwischen 90 und unter 100 Prozent der vollen Zulage. Bei etwa jedem Zwölften sind es zwischen 75 und unter 90 Prozent, bei mehr als jedem Neunten 50 bis unter 75 Prozent. Weit über ein Fünftel der geförderten Personen kommt auf einen Anteil der realisierten Zulage von unter 50 Prozent.

Hauptsächlich gesetzliche Rentenversicherte

In der Ministeriumsstatistik wird auch aufgeschlüsselt, welcher Personengruppe die Zulagenempfänger angehören. Der – im Vergleich zum Jahr zuvor (11.2.2019) leicht gesunkene – Löwenanteil von 85,6 Prozent entfiel im Beitragsjahr 2016 wenig überraschend auf gesetzlich Rentenversicherte.

Zulagenempfänger (Bild: Wichert)

Zweitgrößte Gruppe – wenn auch nur mit gut sechs Prozent Anteil – sind den BMF-Angaben zufolge Beamte, gefolgt von der Gruppe der mittelbar Berechtigten (knapp ein Zwanzigstel Anteil). Erwerbsminderungs-Rentner, Landwirte und (dienstunfähige) Versorgungsempfänger kommen nur auf Anteile von höchstens einem Prozent.

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