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Wann die Deutschen in Rente gehen

8.10.2020 – 2019 gingen über 816.000 Bundesbürger in Rente (wegen Alters) – nach Zahlen der Deutschen Rentenversicherung mit durchschnittlich 64,3 Jahren. Das ist fast zwei Jahre später als noch vor zwei Jahrzehnten. Fast jeder Vierte ging vorzeitig in Rente und musste dafür im Schnitt über 26 Abschlagsmonate in Kauf nehmen.

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Im vergangenen Jahr haben insgesamt 816.129 Bundesbürger erstmals eine Rente wegen Alters bezogen. Das waren rund vier Prozent mehr als im Jahr zuvor (VersicherungsJournal 30.7.2019). Dies zeigen aktuelle Daten der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV).

Fast jeder Vierte ging 2019 vorzeitig in Altersrente

Bei 803.567 davon wurde statistisch erfasst, ob die betroffene Person vor dem gesetzlich vorgegebenen Renteneintrittsalter in den Ruhestand getreten ist und eine entsprechende Minderung der Versorgungsbezüge (11.4.2016) in Kauf nehmen musste. Dies traf relativ unverändert auf fast jeden vierten davon (in absoluten Zahlen 184.033 Personen) zu.

Am häufigsten gab es Abschläge bei den gut 150.000 Altersrenten für langjährig Versicherte – hier war dies in über 98 von 100 Fällen zu beobachten. Bei den etwa 51.600 erstmals bezogenen Altersrenten für schwerbehinderte Menschen betrug der Anteil mehr als zwei Drittel.

Renten mit Abschlägen (Bild: Wichert)

Bei den fast 353.000 Regelaltersrenten war hingegen nur rund jeder 560. Fall von Abschlägen betroffen. Noch geringer war der Anteil bei den etwa 238.200 Altersrenten für besonders langjährig Versicherte (in rund jedem 1.500sten Fall).

2019 im Schnitt über 26 Monate Rentenabschlag

Bundesweit kamen die Neurentner und -rentnerinnen wegen Alters mit Abschlägen 2019 auf durchschnittlich 26,4 (2018: 26,0) Abschlagsmonate. Das bedeutet im Schnitt einen Rentenabschlag von 7,8 Prozent (0,3 Prozent pro Monat).

Abschlagsmonate (Bild: Wichert)

Die aktuell gut 26 Abschlagsmonate liegen über dem Niveau des Jahres zuvor und bedeuten den höchsten Wert seit 2012. Allerdings waren es den Daten der Deutschen Rentenversicherung zufolge zwischen 2005 und 2011 deutlich mehr – nämlich zwischen 36 und 39 Monate.

Renteneintritt mit durchschnittlich 64,3 Jahren

Wie aus dem statistischen Datenmaterial weiter hervorgeht, lag das durchschnittliche Eintrittsalter bei den Renten wegen Alters im vergangenen Jahr bei 64,3 (64,1) Jahren. Weiterhin gibt es kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Auffällig ist zudem, dass es in den vergangenen sechs Jahren nur zu minimalen Schwankungen gekommen ist.

Renteneintrittsalter (Bild: Wichert)

Im Vergleich zu 2010 ist eine Zunahme um zehn Monate zu beobachten, im Vergleich zu 2005 ein Plus von über einem Jahr. Zur Jahrtausendwende lag der Wert noch um zwei Jahre niedriger.

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