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Bei fast jedem vierten Vermittler fallen die Einnahmen

24.6.2019 – Den oft sinkenden Erträgen der Vermittler stehen bei jedem zweiten höhere Kosten und höherer bürokratischer Aufwand gegenüber. Das Interesse an einem Wechsel des Vertriebswegs ist dagegen gering. Das sind nach Ansicht des BVK die hervorstechenden Ergebnisse der aktuellen Strukturanalyse.

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V. (BVK) hat erneut seine zweijährige Strukturanalyse durchgeführt (VersicherungsJournal 26.3.2019) und jetzt die ersten Ergebnisse veröffentlicht, die aus Verbandssicht besonders hervorstechen.

IDD drückt die Vergütungen

Dazu gehört der Einfluss der EU-Versicherungsvertriebs-Richtlinie (IDD) auf die Vermittler-Vergütungen.

Von den Umfrageteilnehmern gaben 45 Prozent an, dass sie betroffen sind. 22 Prozent mussten dabei fallende Einnahmen verkraften und 75 Prozent berichteten von gleichbleibenden oder leicht gestiegenen Erträgen.

Als zweite Kernaussage hebt die Interessenvertretung hervor: „57 Prozent der Teilnehmer hatten betriebliche Kostensteigerungen“. Als belastend wird auch das neue Datenschutzrecht empfunden: „Jeder zweite Teilnehmer hält den bürokratischen Aufwand zur Umsetzung der DSGVO für hoch bis sehr hoch“, schreibt der Verband.

BVK: Belastungsgrenze der Vermittlerbetriebe ist erreicht

Andreas Vollmer (Archivbild: Wichert)
Andreas Vollmer (Archivbild: Wichert)

Bemerkenswert findet er auch, „dass nur 8,5 Prozent den Vertriebsweg wechseln möchten, mithin die Wechselbereitschaft sehr klein ist“.

„Die Ergebnisse der Strukturanalyse bestätigen uns in der Einschätzung, dass eine deutliche Belastungsgrenze der Vermittlerbetriebe erreicht ist“, kommentiert BVK-Vizepräsident Andreas Vollmer die Ergebnisse.

2.500 Teilnehmer

Die BVK-Strukturanalyse basiert auf Antworten von mehr als 2.500 Versicherungsvermittlern auf 43 Fragen. Davon waren 68 Prozent gebundene Vertreter, 25 Prozent Vertreter mit eigener Registrierung und sieben Prozent Makler.

Je die Hälfte der Teilnehmer war über beziehungsweise unter 50 Jahre alt.

Der Verband führte die Strukturanalyse in Zusammenarbeit mit dem VersicherungsJournal und Professor Dr. Matthias Beenken von der Fachhochschule Dortmund durch.

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