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Erhöhte Kündigungsgefahr, aber Potenzial für Neuabschlüsse

5.11.2020 – Eine Studie zeigt, dass derzeit je nach Produkt vier bis elf Prozent der Kunden beabsichtigen, ihre bestehenden Policen zu kündigen oder umzustellen. Dies betrifft vor allem die Reiserücktritts- und die Kfz-Kaskoversicherung. Bei Letzterer sind Einsparungen der Hauptgrund für Veränderungen. Insgesamt zeigt sich ein geringer Einfluss von Corona auf das Verhalten von Versicherungskunden. Dennoch ist Wachsamkeit angebracht.

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Allgemein gilt: Bei vertragsbasierten Geschäftsmodellen steigt in Krisenzeiten die Gefahr von Kündigungen, Wechseln oder Zahlungsausfällen. Neuabschlüsse werden seltener getätigt oder ganz verschoben. Vor diesem Hintergrund hat die Nordlight Research GmbH kürzlich eine Trendstudie durchgeführt.

Die Situation für drei Wirtschaftszweige wurde analysiert, darunter die Versicherungsbranche. Repräsentativ befragt wurden 1.549 Verbraucher im Alter zwischen 18 und 70 Jahren mit Zugang zum Internet.

Geplante Änderung (Bild: Nordlight Research)
Nur Teilnehmer, die die Versicherung besitzen. (Bild: Nordlight Research)

Insgesamt zeigt sich wenig Bereitschaft, zu kündigen oder zu ändern

Je nach Versicherungssparte planen aktuell nur vier bis elf Prozent der Kunden Änderungen oder Kündigungen ihrer Verträge.

Die Reiserücktritts-Versicherung und die Kfz-Kaskoversicherung sind am stärksten betroffen. Kündigungen oder vertragliche Änderungen kommen hier zusammen auf jeweils elf Prozent. Aber auch die Berufsunfähigkeits-Versicherung steht eher auf dem Prüfstand (neun Prozent).

Die unmittelbaren Kündigungsgefahren liegen dabei zwischen einem und drei Prozent, mit der Reiserücktritts-Versicherung und der Berufsunfähigkeits-Versicherung an der Spitze (jeweils drei Prozent).

Kündigungsgründe (Bild: Nordlight Research)
Nur Teilnehmer, die jeweils eine Änderung/Kündigung planen. Mehrfachnennungen möglich. Sparten mit n<50 nicht dargestellt. (Bild: Nordlight Research)

Etwa ein Drittel sind auf bessere Angebote zurückzuführen

Motive für Veränderungen sind meist Kosteneinsparungen oder bessere Angebote anderer Anbieter. Dies zeigt sich besonders bei der Kfz-Kaskoversicherung (66 Prozent und 32 Prozent) sowie der Privathaftpflicht-Versicherung (59 Prozent und 44 Prozent).

Ein Viertel der geplanten Kündigungen hat einen Änderungswunsch des Leistungsumfangs als Ursache. Versicherungen werden aber insgesamt wenig angezweifelt. Nur bei der Sparte Rechtsschutz kommen 16 Prozent der Befragten zu dem Schluss, dass sie das Produkt nicht wirklich benötigen.

Versicherungsbesitz und Abschlussplanung (Bild: Nordlight Research)
(Bild: Nordlight Research)

Potenzial für Neuabschlüsse ist weiterhin vorhanden

Der Einfluss von Corona auf das Einspar- und Kündigungsverhalten von Versicherungskunden ist im Vergleich zu anderen Konsumbereichen laut Nordlight als moderat einzuschätzen. Das Potenzial für Neuabschlüsse sei zwar eingeschränkt, aber keinesfalls zum Erliegen gekommen.

Das größte Neuabschlusspotenzial zeigt sich aktuell – trotz der hier analysierten erhöhten Kündigungsgefahr – in der Sparte Rechtsschutz (sieben Prozent). Bei weiteren sieben Produkten geben jeweils fünf Prozent der Befragten an, dass sie einen baldigen Abschluss planen.

Wachsam sein und präventiv handeln

Die Deutschen neigen aktuell dazu, deutlich stärker beim Ausgehen, bei Reisen, bei Bekleidung oder bei allgemeinen Konsumgütern zu sparen als bei Versicherungen. „Dennoch sollte das Gefährdungspotenzial in dynamischen Krisenzeiten nicht unterschätzt werden“, sagt Dr. Torsten Melles.

„Die Anbieter tun daher gut daran, in puncto Kundenbindung sehr wachsam zu sein und präventiv zu handeln. Zugleich sollten die Potenziale für Neuabschlüsse offensiv genutzt werden“, empfiehlt er.

Der „Trendmonitor Kundenbindung 2020“ analysiert neben Kündigungsgefahren zusätzlich die Attraktivität verschiedener Kundenbindungsmaßnahmen und den generellen Einfluss von Corona auf das Kaufverhalten und die Kaufstimmung der Bundesbürger. Ein differenzierter Report für die Versicherungsbranche ist über Nordlight zum Preis von 498 Euro zuzüglich Umsatzsteuer erhältlich.

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