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Private Vorsorge: An wen Makler das meiste Geschäft liefern

6.10.2020 – Die größten Geschäftsanteile im privaten Vorsorgegeschäft im unabhängigen Vermittlermarkt erzielt in den Produktbereichen Fondspolicen mit Garantien sowie Indexpolicen die Allianz. Bei den fondsgebundenen Verträgen ohne Garantien liegt die Alte Leipziger vorne. Dies zeigt die Asscompact-„Marktstudie Private Vorsorge 2020“.

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Die BBG Betriebsberatungs GmbH und die IVV Institut für Versicherungsvertrieb Beratungsgesellschaft mbH haben auch in diesem Jahr wieder eine Untersuchung zur Marktbedeutung der Anbieter in der privaten Altersvorsorge im unabhängigen Vermittlermarkt durchgeführt. Unter die Lupe genommen wurden auch die Courtageentwicklung und die Relevanz dieses Geschäftsfelds sowie die erwarteten Umsatztrends (VersicherungsJournal 6.10.2020).

Grundlagen und Methodik der Studie

Grundlage der Studie ist eine zwischen Ende Juli und Mitte August durchgeführte Onlineumfrage unter unabhängigen Vermittlern. Diese sind zum überwiegenden Großteil als Versicherungsmakler tätig. Die Nettostichprobengröße wird mit 244 angegeben.

89,3 Prozent der Befragten sind männlich und haben durchschnittlich fast 25 Jahre Berufserfahrung bei einem Durchschnittsalter von 53,9 Jahren. Im Schnitt wollen sie mit 68,8 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Nicht einmal jeder 30. Befragte plant ein Ausscheiden vor Vollendung des 60. Lebensjahres. Mehr als vier von zehn Interviewte wollen sogar mindestens bis zum Alter von 70 Jahren arbeiten.

Im Rahmen der Befragung wurden die Vermittler unter anderem „gebeten, zu ihren präferierten Anbietern jeweils ihre Geschäftsanteile (nach Stück) in Prozent anzugeben. Die Prozentwerte werden als Punktwerte interpretiert, so dass jeder Vermittler maximal 100 Punkte auf alle Anbieter verteilen kann“, wird zur Methodik erläutert.

Abschließend wird den Angaben zufolge ein Index gebildet, bei dem der Anbieter mit dem höchsten Wert 100 Punkte erhält und die weiteren Gesellschaften anhand ihrer Abstände prozentual abgestuft werden. Dieses Verfahren wurde für die drei abgefragten Produktbereiche, Fondspolicen mit und ohne Garantien sowie Indexpolicen angewandt. Das Segment Klassik (Plus) wurde nicht mehr berücksichtigt.

Die Sieger bei den Fondspolicen mit Garantien

Bei den fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen mit Garantien setzte sich, wie in den beiden Vorjahren (4.10.2019, 5.10.2018), die Allianz Lebensversicherungs-AG gegen die Wettbewerber durch. Der Vorsprung auf die zweitplatzierte Canada Life Assurance Europe plc, Niederlassung für Deutschland wuchs von sieben auf 18 Punkte an. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren betrug der Abstand noch 36 Zähler.

Den Bronzerang sicherte sich erneut die Alte Leipziger Lebensversicherung a.G. mit unverändert etwa 27 Punkten Rückstand. Die Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G. verteidigte Position vier und steigerte sich dabei um fast sechs auf etwa 64 Zähler.

Die WWK Lebensversicherung a.G. legte um über 16 auf gut 43 Punkte zu und zog an der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. vorbei an die fünfte Stelle. Letztere verlor leicht auf knapp 41 Zähler.

Deutlich nach oben (von elf auf sieben) ging es für die Continentale Lebensversicherung AG, die ihren relativen Geschäftsanteil um etwa die Hälfte ausbaute. Sogar von 14 auf acht verbesserte sich die Condor Lebensversicherungs-AG, die ihren relativen Anteil mehr als verdoppelte.

Fondpolicen mit Garantien (Bild: Wichert)

Die Besten bei den Fondspolicen ohne Garantien

Bei den fondsgebundenen Verträgen ohne Garantien verteidigte die Alte Leipziger die Spitzenposition. Die Allianz, die vor zwei Jahren nur hauchdünn das Nachsehen hatte, verlor nach einem Einbruch um über 40 Basispunkte im Vorjahr trotz einer minimalen Steigerung auf über 60 Zähler zwei Plätze. Sie findet sich nur noch an vierter Stelle wieder.

Jeweils eine Position nach oben ging es für die Canada Life (auf den Silberrang) und den Volkswohl Bund (auf den Bronzeplatz). Dabei legte die Gesellschaft mit angelsächsischen Wurzeln um 25 auf über 75 Punkte zu. Der Volkswohl Bund steigerte sich um zehn auf knapp 61 Zähler.

In einem engen Rennen um die fünfte Position behielt die Condor die Oberhand. Dieser Anbieter verbesserte sich um über 30 auf 43 Punkte und kletterte damit um acht Plätze nach oben. Die Lebensversicherung von 1871 a.G. München (LV 1871) rutschte trotz einer minimalen Zunahme vom fünften auf den sechsten Rang nach unten.

Hauchdünn dahinter (im Bereich der nicht ausgewiesenen zweiten Nachkommastelle) liegt die Continentale, die um 13 auf 41 Zähler zulegte und von acht auf sieben nach oben stieg. Jeweils zwei Plätze nach unten ging es für die Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland (von sechs auf acht) und die Stuttgarter (von sieben auf neun). Beide hatten leichte Einbußen beim relativen Geschäftsanteil zu verzeichnen.

Fondspolicen ohne Garantien (Bild: Wichert)

Allianz führt bei den Indexpolicen

Im überschaubaren Markt der Indexpolicen – es werden lediglich vier Gesellschaften aufgeführt – setzte sich wie in den drei Vorjahren die Allianz gegen die Konkurrenz durch. Position zwei belegt der Volkswohl Bund, der den Rückstand von 53 auf 42 Zähler verkürzen konnte.

Der relative Geschäftsanteil der Stuttgarter an dritter Stelle hat sich im Vergleich zum Vorjahr in etwa halbiert und fällt nur etwa ein Viertel so groß aus, wie der des Spitzenreiters. Rang vier belegt die Nürnberger Lebensversicherung AG nach einer minimalen Verschlechterung auf knapp 18 Punkte.

Die 272-seitige „Marktstudie Privates Vorsorgegeschäft 2020“ enthält neben detaillierten Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und zur Vermittlerzufriedenheit auch eine Analyse der Top-Anbieter. Der Berichtsband kann für 2.610 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sophia Tannreuther per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575823 bestellt werden.

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