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Kommentar

Über Tiktok können auch Versicherungen verkauft werden

8.1.2021 – Auf der Plattform kann nicht nur in kurzer Zeit eine sehr große Menge an Followern erzielt werden, sondern auch eine treue und interessierte Community. Diese Erfahrung hat der Branchen- und Digitalexperte Dr. Robin Kiera mit seinem eigenen Tiktok-Auftritt gemacht. In seinem Gastbeitrag berichtet er, wie er die Beratungs- und Kaufbereitschaft der Nutzer erprobt hat, und gibt fünf Tipps für den Einstieg von Versicherern und Vermittlern.

Neben Versicherungs-Unternehmen wie Smile und Cosmosdirekt oder dem Assekuradeur OCC eröffnen auch immer mehr Makler und Agenturisten Kanäle auf Tiktok. Das hat einen guten Grund: Über 14 Millionen Menschen sind monatlich auf der Plattform aktiv. Im Schnitt verbringt jeder Nutzer 73 Minuten dort – täglich.

Schon lange ist Tiktok ein Ort, an dem sich nicht nur „Teenies“, sondern auch interessante Kundensegmente tummeln. Über 38 Prozent der Nutzer sind über 25 Jahre alt.

So ist es unstrittig, dass auf dem Videokanal für die deutsche Assekuranz spannende Kundensegmente vertreten sind. Diese schauen sich auch Inhalte zu Versicherungen an. Die „Paid Cosmic-Fail“-Kampagne von Cosmosdirekt generierte über 930 Millionen Views. Das zeigt, wie bei Tiktok ein Markenprofil aufgebaut werden kann.

Aus Followern entstand eine Community

Robin Kiera (Bild: privat)
Robin Kiera (Bild: privat)

Die Gretchenfrage der Versicherungsindustrie ist doch: Kann man auf Tiktok auch verkaufen?

Wir sagen ja. Und hier ist unsere Story.

Der Kanal des Autors hat über 47 Millionen organische Views, fast 100.000 Follower und 2,2 Millionen Likes generiert – mit Finanz-, Berufs- und Versicherungsthemen. Es passierte aber noch etwas ganz anderes. Aus Followern entstand eine Community.

Hashtag #TeamDiggi

Immer mehr von ihnen stellten Fragen. Ein Nutzer wollte all sein Erspartes in einen Mercedes AMG stecken und fragte, ob das eine gute Idee sei. Ich antwortete – zugegebenermaßen etwas bestürzt – mit einem umgangssprachlichen „Diggi neeeeein“.

Das Video ging mit über 300.000 Views viral und ich nutze diese Ansprache seitdem.

Ab einem gewissen Zeitpunkt bezeichneten mich Follower als „CEO of Diggi”, ahmten mich nach und riefen den Hashtag #TeamDiggi ins Leben. Aus purer Neugier kreierten unsere Designer eine kleine Produktmarke um „CEO of Diggi”-, „Selfmade CEO”- und „I am the CEO of my Life”-Mottos. Ohne Werbung stellten wir einen Shop mit Pullovern, Tassen und Baseballcaps online.

Merchandising-Produkte (Bild: Digitalscouting)

Schon kurze Zeit und einige Tiktoks später liefen die ersten Bestellungen ein. Nutzer produzierten auch Videos, wie sie ihre Pakete öffneten, oder erstellten lustige Videos rund um das Thema Vermögen, Karriere und Versicherung.

Seitdem verkaufen wir – völlig automatisiert über einen Drittanbieter – täglich Merchandise. Ohne es dabei hart darauf anzulegen, unsere Community zu monetarisieren, sondern dies ganz leicht zu tun. Selbst eine als Scherz gemeinte Tasse für 100 Euro wird gekauft.

Merchandising-Produkt (Bild: Digitalscouting)

Versicherer könnten dies genauso tun

Versicherer, Makler und Agenturisten könnten allerdings auch Versicherungen über Tiktok verkaufen.

Hier die fünf Schritte:

  • Eröffnung eines Kontos.
  • Zwei Wochen täglich eine Stunde Tiktok Schauen (gerade als Entscheider).
  • Eigene Tiktoks produzieren zu
    a) Fachthemen rund um Finanzen und Versicherungen,
    b) Teilnahme an Tiktok-Trends,
    c) Duetts und Stitches verwenden – gerade von größeren Accounts.
  • Optimierung des eigenen Profils mit Links zu einer maßgeschneiderten Landingpage entweder zu einem Blog oder in eine Antragsstrecke.
  • Eruierung von bezahlten Werbekampagnen.

Es ist leichter gesagt als getan, eine Community auf Social Media aufzubauen. Für wen die immense organische Reichweite bei Tiktok kein Argument mehr ist, 2021 ernsthaft in Titkok zu investieren, für den sollte die Möglichkeit dort Geld zu verdienen, ein Argument sein. Tun Sie das Richtige.

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