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Weiterbildung hat für Vermittler hohen Stellenwert

12.8.2019 – Fast alle Versicherungsverkäufer finden Fortbildung wichtig, zwei Drittel halten das Doppelte des gesetzlichen Solls von 15 Stunden pro Jahr für angemessen. Nur 58 Prozent sind bereit, für Schulungen Geld auszugeben. Das zeigt die Strukturanalyse des BVK.

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V. (BVK) hat weitere Ergebnisse seiner aktuellen Strukturanalyse (VersicherungsJournal 26.3.2019) veröffentlicht.

Vorab waren bereits Zahlen genannt worden, die aus Verbandssicht besonders hervorstechen (24.6.2019). Außerdem war die grobe Altersentwicklung der Vermittlerschaft publiziert worden (30.7.2019) und Daten zu Jahresgewinnen und Stundenverdiensten der selbstständigen Vertreter und Makler (6.8.2019).

98 Prozent finden Weiterbildung wichtig

In der Verbandszeitschrift Versicherungs-Vermittlung, Ausgabe 07/08/19, gibt die Interessenvertretung Auskunft über Weiterbildungs-Bereitschaft der Umfrageteilnehmer.

Demnach wird Fortbildung von 98 Prozent als wichtig erachtet. Es sind jedoch nur 58 Prozent bereit, dafür Geld auszugeben. Die Zahlungsbereitschaft steigt mit dem Einkommen.

BVK-Strukturanalyse Weiterbildungsbereitschaft (Bild: Meyer)

Fast zwei Drittel (65 Prozent) finden einen Fortbildungsumfang von 30 Stunden pro Jahr, wie ihn die Initiative „gut beraten“ empfiehlt, positiver als die gesetzlich geforderten 15 Stunden.

Von den Inhabern von Weiterbildungskonten bei der Initiative hatten zur Jahresmitte knapp fünf Prozent 30 Stunden und fast ein Fünftel 15 Stunden absolviert (16.7.2019).

Eine Frage des Einkommens

Nach Erkenntnissen des BVK nimmt auch das Interesse an der Qualifizierung mit dem Einkommen zu. Die geringste Neigung, das gesetzliche Soll über zu erfüllen, habe die Einkommensgruppe bis 80.000 Euro Einnahmen. Positiv sieht der Verband, dass von diesen Vermittlern immer noch mehr als die Hälfte die 30-stündige Weiterbildung bevorzugen.

Von den Befragten mit Einkommen oberhalb von 400.000 Euro fanden über 70 Prozent 30 Schulungsstunden pro Jahr angemessener als die gesetzlichen 15.

Von den Teilnehmern haben 93 Prozent ein Konto bei „gut beraten“, drei Viertel finden deren Zertifizierung der Bildungsangebote wichtig. Fast jeder Zweite meinte, die Weiterbildung solle nur über diese Organisation erfolgen.

Umfassende Auskunft gibt eine Studie

Die Strukturanalyse basiert auf Antworten von mehr als 2.500 Versicherungs-Vermittlern auf 43 Fragen. Davon waren 68 Prozent gebundene Vertreter, 25 Prozent Vertreter mit eigener Registrierung und sieben Prozent Makler.

Der Verband führte die Untersuchung in Zusammenarbeit mit dem VersicherungsJournal und Professor Dr. Matthias Beenken von der Fachhochschule Dortmund durch. Die detaillierten Ergebnisse werden im Herbst als vom VersicherungsJournal als Studie herausgegeben.

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