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Inflationsausgleich: Damit können Beschäftigte von Allianz und Axa rechnen

24.11.2022 – Viele Arbeitgeber der Versicherungsbranche warten die Gespräche zur steuer- und abgabenfreien Prämie zwischen AGV und Verdi Anfang Dezember ab. Die Allianz und die Axa äußerten sich bereits im Vorfeld. Die Münchener werden allen Beschäftigten noch im Dezember 500 Euro zahlen. Die Belegschaft der Axa geht vorerst leer aus. Das Unternehmen nennt dafür Gründe.

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Das Thema dürfte so manches Gespräch unter Kollegen beherrschen: Zahlt der Arbeitgeber einen Ausgleich und wenn ja, wie viel wird er wohl überweisen?

Hintergrund: Unternehmen können ihren Mitarbeitern seit dem 26. Oktober freiwillig bis zu 3.000 Euro steuer- und abgabenfrei zukommen lassen. Diese sogenannte „Inflations-Ausgleichsprämie“ hat die Bundesregierung angestoßen, um Erwerbstätige finanziell zu unterstützen. Firmen müssen die Prämie nicht an alle Beschäftigten auszahlen.

Anfang Dezember trifft sich AGV mit Gewerkschaften

Die Diskussion um die Zuwendungen beschäftigt auch die Versicherungsbranche. Am 3. oder 4. Dezember werden sich Arbeitgeber und Gewerkschaftsvertreter dazu austauschen. Das teilte der Arbeitgeberverband der Versicherungs-Unternehmen in Deutschland e.V. (AGV) auf seiner Webseite mit.

Der AGV sieht das Treffen nicht als Verhandlung über konkrete Forderungen, wie der Verband betont. Die Vereinte Dienstleistungs-Gewerkschaft (Verdi) erwartet, dass die Branche den Maximalbetrag ausschöpft, und fordert deshalb „3.000 Euro für alle!“

Nicht alle Unternehmen warten das Treffen ab. Die Zurich Gruppe Deutschland und die Fonds Finanz Maklerservice GmbH haben bereits beschlossen, wie viel Geld sie an ihre Beschäftigten abgabenfrei überweisen und zu welchem Zeitpunkt der Betrag fließt (VersicherungsJournal 22.11.2022).

Allianz zahlt Mitarbeitenden im Dezember eine Ausgleichsprämie

In Köln und München sind die Entscheidungen in punkto Zuwendungen ebenfalls gefallen. „Die Allianz in Deutschland zahlt allen Beschäftigten noch im Dezember 500 Euro im Rahmen des Entlastungspakets steuer- und sozialabgabenfrei aus. Teilzeitkräfte erhalten die Zahlung anteilig“, erklärte der Konzern auf Nachfrage.

Außerdem richtet die Allianz einen zusätzlichen Fonds für Mitarbeitende mit besonderem Bedarf (zum Beispiel geringes Einkommen und alleinerziehend) ein. Gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern werde man die weitere Entwicklung verfolgen und sich dazu austauschen.

Axa plant derzeit keine Zahlung

Die Belegschaft der Axa Konzern AG geht, zumindest vorerst, leer aus. Denn neben dem Inflationsausgleich gebe es auch „die Energiepreispauschale, die wir im September vom Staat über die Lohnauszahlung an unsere Mitarbeitenden weitergereicht haben“, unterstreicht die Gesellschaft.

Aktuell sei die Preisentwicklung – auch durch die von der Regierung getroffenen Maßnahmen – noch sehr schwankend. „Das tatsächliche Ausmaß lässt sich vermutlich erst Anfang 2023 abschätzen. Es ist daher noch sehr früh, um hier final zu entscheiden. Zu früh unserer Ansicht nach, daher plant unser Haus für den Moment eine solche Zahlung nicht“, erklärt die Axa.

Damit sei das Thema aber nicht vom Tisch, man werde die weitere Entwicklung beobachten. Die Axa verweist hier auch auf Probleme, vor denen in den kommenden Monaten wohl einige Arbeitgeber stehen dürften.

„Wir befinden uns in einem Balanceakt zwischen unserer sozialen Verantwortung und einer gezielten Entlastung, insbesondere für Mitarbeitende in den unteren Lohnbereichen, sowie der Notwendigkeit, die Kostenspirale nicht immer weiter nach oben zu drehen“, beschreibt der Konzern den aktuellen Zwiespalt.