Souverän „nein“ sagen

26.8.2025 – Im Büroalltag fällt es manchmal schwer, seine Grenzen zu bewahren. Hier helfen fünf Tipps im Umgang mit abschlägigen Antworten auf Anfragen von Kunden, Kollegen oder Vorgesetzten.

„Nein“ sagen – das klingt ja so simpel. Ist es aber nicht! Denn ein Nein setzt Grenzen und das kann das Gegenüber verärgern. Er kann sich zurückgestoßen fühlen oder er kann beleidigt sein.

Zudem haben manche Menschen nicht das Selbstbewusstsein oder die Souveränität, einfach „nein“ zu sagen. Und gerade in hierarchischen Arbeitsstrukturen kann es auch schwierig sein, seine Grenzen gegenüber dem Vorgesetzten zu bewahren.

Wer „nein“ sagen kann, ist zufriedener

Dabei zeigen Studien, dass Menschen, die klar „nein“ sagen können, oft zufriedener sind und gesündere (Arbeits-)Beziehungen führen. Es ist eine Wertschätzung gegenüber der eigenen Person und es macht ein Ja für den Gegenüber umso wertvoller.

Es ist eine Übungssache: Gerade wem es schwerfällt, das Wort „nein“ zu gebrauchen und Grenzen zu setzen, kann das mit kleinen Dingen im Alltag ausprobieren. Und sich zunehmend zu den größeren Anliegen vorarbeiten. Hier folgen fünf Tipps zu einem souveränen Nein.

Tipp eins: klare Aussage

Seien Sie direkt und freundlich.

Ein einfaches „Nein, ich kann das leider nicht“ reicht oft völlig aus. Wichtig ist, dass Sie selbst überzeugt von Ihrer Entscheidung sind. Ihre klare innere Haltung teilt sich automatisch mit.

Tipp zwei: sein Nein erklären

Erklären Sie es kurz.

Wenn es notwendig ist, erklären Sie Ihr Nein. Aber: Zu viele Erklärungen wirken unsicher und laden zur Diskussion ein. Und damit gerät das Nein ins Wanken. Bringen Sie Ihren wichtigsten Grund vor. Das reicht. Je kürzer, desto klarer.

Tipp drei: wertschätzend bleiben

Zeigen Sie Wertschätzung.

Wenn Sie Respekt gegenüber Ihrem Gesprächspartner zeigen, werden Sie auch mehr Verständnis bekommen. Sagen Sie gerne: „Danke, dass Sie mich gefragt haben“ oder „Ich verstehe, dass Ihnen das Anliegen wichtig ist.“

Tipp vier: Alternativen aufzeigen

Bieten Sie mögliche Alternativen an.

Falls Sie etwa helfen wollen, aber momentan nicht können, dann machen Sie einen Gegenvorschlag: „Heute kann ich leider nicht, aber wie sieht es bei Ihnen übermorgen aus?“ So zeigen Sie sich kooperativ, halten aber Ihre Grenzen ein.

Tipp fünf: konsequent sein

Bleiben Sie konsequent.

Wenn Sie eine Entscheidung getroffen haben, schwächen Sie sie nicht mit einem „vielleicht“ oder „eigentlich“. Das lädt Ihren Gesprächspartner geradezu ein, in Ihren „Vorgarten“ zu treten und Ihnen doch noch eine Zusage abzuringen. Bleiben Sie eindeutig bei der Formulierung Ihrer Entscheidung.

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