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Leserbrief

Das ist Populismus in Reinform

17.1.2023 – Weniger ist manchmal mehr, auch bei der Berichterstattung. Es ist schon erstaunlich, was es in Deutschland alles gibt. Da hat sich eine GmbH gegründet, die sich als Interessenvertretung ausgibt und jetzt versucht, mit medienträchtigen Geläut Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das ist Populismus in Reinform! Und ein Medium wie das VersicherungsJournal täte gut daran, nicht über das Stöckchen zu springen, das hingehalten wird.

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Ich bin kein Vegetarier und esse sehr gerne Fleisch. Aber sich in diesem Ausmaß über wissenschaftliche Erkenntnisse der vielen Vor- und wenigen Nachteile vegetarischer oder zumindest fleischreduzierter Ernährung hinwegzusetzen und Vegetarier beziehungsweise die pure Information darüber (denn mehr machen die meisten Versicherer gar nicht) als Hetze gegen Bauern zu verkaufen, das ist an Lächerlichkeit kaum mehr zu toppen.

Sicher ist das ein Thema, über das man streiten kann. Aber die betroffenen Versicherungen täten gut daran, sich diesem plumpen Erpressungsversuch einer verschwindend geringen Minderheit (es gibt über 260.000! Agrarbetriebe in Deutschland) nicht zu beugen. Nur weil man laut genug schreit, hat man noch lange nicht Recht und schon gar nicht die Mehrheit.

Deshalb nochmal die Aufforderung, diesen Spaltern unserer Gesellschaft keine Plattform zu bieten. Das gilt im Übrigen auch für diese ganzen Vegi-Öko-Aktivisten, die uns genau das Gegenteil erklären wollen. Ich bin alt genug, um selbst zu entscheiden, was ich essen möchte.

Holger Koch

holger.koch@gmx.de

zum Artikel: „Freie Bauern legen sich mit fünf weiteren Versicherern an”.