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Leserbrief

Interesse an Absicherungen ist erst dann groß, wenn die Hütte schon brennt

21.11.2022 – Komischerweise wird das Interesse an entsprechenden Absicherungen erst dann groß, wenn die Hütte auf gut deutsch schon brennt. Wer kennt das nicht: Kunden kommen angelaufen und brauchen eine Rechtsschutz-Versicherung, die sie bislang immer abgelehnt haben. Dann kommt raus, dass schon ein Rechtsstreit mit Arbeitgeber oder Vermieter läuft, oder die Zahnzusatz-Versicherung verlangt wird, wenn die Zähne schon halb auf der Flucht sind.

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Das Thema Versicherungen gehört meines Erachtens in jede Ausbildung, bestenfalls schon in die allgemeinbildenden Schulen und auch in die Uni oder die Berufsausbildung.

Wenn es wichtig ist zu wissen, wie man komplizierte realitätsferne Exponentialgleichungen nach x auflöst, oder einem beigebracht wird, welche Farbe ein Gemisch aus Salpetersäure und Ammoniak bildet, sollte man auch wissen, welche Vorteile lebensnotwendige Absicherungen bringen, wenn man sie rechtzeitig startet. Ist aber ein Thema der Lehrpläne und damit leider auch ein politisches. Mit anderen Worten: Es könnte die Frage erlaubt sein, ob es überhaupt gewollt ist, dass sich junge Menschen für Versicherungen begeistern und sich darin auskennen.

Mit der Digitalisierung ist es so eine Sache. Briefe werden geöffnet und gelesen, während E-Mails oder auch Kundenportale teilweise nicht geöffnet oder ignoriert werden, was sehr gefährlich werden kann, wenn es um Fristen oder die rechtzeitige Beitragszahlung geht.

Helmut Brunner

HelBru1980@web.de

zum Artikel: „Deutsche zweifeln an Sinnhaftigkeit von Versicherungen”.

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