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Leserbrief

Mit der Anhebung der Altersgrenze ist nichts gewonnen

16.11.2022 – Dann soll Professor Raffelhüschen bitteschön mal einem Straßenarbeiter, Maurer oder Fernfahrer erklären, dass er bis 68 arbeiten soll, wo selbst kaufmännisch Tätige heute schon mit Anfang 60 aufhören oder zumindest aufhören wollen. Ähnlich ist es in anderen Ländern.

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Selbst in EU-Ländern wird die Altersrente teilweise schon ab 60 gezahlt und die haben die gleichen demografischen Probleme wie wir. Der Unterschied dort ist nur, dass Arbeit durch den Staat wertgeschätzt wird, hierzulande wird man für Arbeit noch bestraft. Und vielleicht an die Adresse von Herrn Raffelhüschen: In anderen Ländern sind auch Beamte zur Solidarität verpflichtet und zahlen fleißig in die Rentenkasse für alle ein!

Die Rechnung des Wissenschaftlers wird so nicht aufgehen, aber sie wird anders aufgehen. Diejenigen, die mit Anfang 60 nicht mehr können, werden dann eben die Erwerbsminderungs-Rente beantragen und dann auch länger beziehen. Die kommt übrigens aus dem gleichen Pott wie die Altersrente. Das ist linke Tasche – rechte Tasche.

Mit der Anhebung der Altersgrenze ist nichts gewonnen, höchstens noch mehr Verärgerung in der Bevölkerung

Helmut Brunner

HelBru1980@web.de

zum Artikel: „Betriebliche Altersvorsorge: Garantielose Kapitalanlage startet Siegeszug”.

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