Die Branche wird weiter an Persönlichkeit und erhebliche Vertriebspower verlieren

17.3.2023 – Seit einigen Jahren coache ich im Auftrag von Unternehmen Führungskräfte und HGB 84er in der Versicherungsbranche und kann diesbezüglich feststellen, dass man sehr genau differenzieren muss, wo für Bewerber die Branche attraktiv ist und wo nicht.

Grundlegend ist der Vertrieb zunehmend unattraktiv und es sind immer weniger bereit, in diese Branche einzusteigen, und diejenigen, welche aktiv tätig sind, haben ein sehr hohes Frustpotenzial und warten häufig nur noch auf den Ruhestand. Auch innere Kündigungen sind hier vielfach vorhanden.

Im Innendienst leidet die Belegschaft zum Teil auch unter einer zunehmenden Home-office-Situation, welche den sonst wahrgenommenen sozialen Austausch blockiert. Das demotiviert viele und verhindert eine verstärkende Bindung an das Unternehmen.

Im Innendienst sind meist die Führungsebene und auch die IT durchaus zufrieden. Die Sachbearbeitung oder auch der Vertriebsinnendienst leiden zum Teil. an hoher Überlastung und auch am Image der Branche, welche in den letzten Jahren nicht besser wurde, sondern zum Teil auch in Bezug auf Kostendruck und die zunehmende Komplexität der Produkte sogar schlechter.

Auch zeigen sich in einigen Unternehmen die Mitarbeiter mit der Dunkelverarbeitung und zunehmenden Digitalisierung unzufrieden, da man eine Aufgabe nicht von Anfang bis Ende bearbeiten kann (hier zum Beispiel die Schadenbearbeitung). Die Branche wird sich mangels Fachkräfte zwangsweise wandeln und weiter an Persönlichkeit sowie erhebliche Vertriebspower verlieren.

Hans-Jürgen Kaschak

info@mental4you.de

zum Artikel: „Kampf um Fachkräfte: Wie die Versicherer hier mitmischen”.

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