Ein „Kulanzverhalten” der Lebensversicherer gibt es nicht

23.9.2023 – Als ich den Leserbrief von Peter Schramm gelesen habe, war ich doch sehr verwundert. Fazit nach dem ersten Abschnitt: Es gibt in Deutschland keine Kinderarmut, keine Altersarmut. Es sind genügend Kita-Plätze vorhanden, damit jede(r) Alleinerziehende(r) Vollzeit arbeiten kann und somit natürlich auch Altersvorsorge betreiben kann und genügend Geld hat, um sich den besten Versicherungsschutz leisten zu können... Und die Bundeskanzlerin hat nie gesagt:„Wir schaffen das”!

Ich weiß nicht, in welcher Welt Peter Schramm lebt, aber in Deutschland gibt es sehr wohl Armut, die ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben verhindert. Zu den übrigen Einlassungen Folgendes: Es ist nicht notwendig, als Oberlehrer die Makler darüber zu belehren, wie sie ihre Kunden zu beraten haben. Makler sind Praktiker und wissen das. Vor allem wissen sie in der Regel auch, was sich ihre Kunden leisten können.

Ein „Kulanzverhalten” der Lebensversicherer gibt es nicht. Es wird sehr häufig getrickst bei den Anträgen auf Berufsunfähigkeit (BU), sei es, dass Gutachten von den Versicherern angefordert werden, die erst in acht Monaten Zeit für Begutachtungen haben. Es werden immer wieder neue Gutachten angefordert, selbst wenn der „eigene” von den Versicherern benannte Gutachter BU bestätigt!

So werden Antragsteller systematisch zermürbt und verzichten auf ihre Rechte. Dann gibt es die schönen Statistiken, die den Versicherern eine niedrige Ablehnungsquot bescheinigt.

Michael Schmid

m-j-schmid@gmx.de

zum Leserbrief: „Ein erhebliches Teil Mitverschulden”.

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