Es darf keine „roten Tücher” mehr geben

25.9.2023 – Der Vorschlag von Vera Bentele ist unbedingt zu unterstützen! Warum braucht es fast 100 gesetzliche Kassen (wie beschrieben mit Vorständen, Fuhrpark, Immobilien et cetera), wenn diese doch gemäß SGB zu 95 Prozent identische Leistungen anbieten?

Viele der über 120.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen könnten sinnvoll in anderen Branchen unseres Landes eingesetzt werden (Pflege, Bildung et cetera).

Den Switch kann man natürlich nicht „von heute auf morgen” vollziehen. Es muss ein Umstiegs-Plan her, damit in Zukunft weniger Mitarbeiter für die gesetzlichen Kassen ausgebildet werden und der Personalbestand langsam abgeschmolzen wird.

Ich höre schon die Pessimisten rufen, dass die Servicequalität für die GKV-Versicherten dann dramatisch sinken würde! Ich glaube das nicht – allein die AOK hat in Berlin (breit gestreut) 15 Servicecenter – diese würden (bei entsprechender personeller und digitaler Ausstattung) sicher reichen.

In Anbetracht des Bundes-Steuerzuschusses von über 28 Milliarden Euro (neuer Rekord in 2022!), darf es in Anbetracht der künftigen Herausforderungen im Gesundheitsbereich keine „roten Tücher” mehr geben!

Bernd Ebert

bernd.ebert@kv360grad.de

zum Artikel: „GKV und PKV: So hoch sind die Verwaltungskosten-Quoten”.

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