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Das sind die Schaden-/Unfallversicherer mit dem größten Beitragsschwund

23.11.2022 – Zehn der 50 nach Einnahmen größten Kompositversicherer konnten am marktweiten Beitragsplus nicht teilhaben. Am stärksten schrumpfte neben der Volkswagen Autoversicherung die BGV-Versicherung. Dies zeigt eine Übersicht im aktuellen Heft 22/2022 der Zeitschrift für Versicherungswesen.

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Die im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) organisierten Schaden-/ Unfallversicherer haben die gebuchten Bruttoprämien im Geschäftsjahr um 3,0 Prozent auf fast 77,3 Milliarden Euro ausgebaut.

An dem Beitragswachstum konnten allerdings nicht alle der 50 nach gebuchten Bruttobeiträgen größten Akteure teilhaben. Zehn von ihnen hatten nach einer Übersicht im aktuellen Heft 22/2022 der Zeitschrift für Versicherungswesen Rückgänge zu verzeichnen.

Volkswagen Autoversicherung mit dem größten Rückgang

Das größte Minus stand für die Volkswagen Autoversicherung AG zu Buche (minus 4,4 Prozent auf 272,5 Millionen Euro). Hierzu merkt das Unternehmen im Geschäftsbericht 2021, der im elektronischen Bundesanzeiger abrufbar ist, an:

„Bedingt durch die Covid-19-Pandemie und den Halbleitermangel in der Autoindustrie liegen die Beitragseinnahmen aus dem Neugeschäft aufgrund geringerer Zugänge und somit auch die gesamten Beitragseinnahmen unter den Erwartungen und unter Vorjahr. Dazu beigetragen hat auch das weitere Auslaufen des in den Vorjahren von der Allianz Versicherungs-AG übernommenen Teilbestandes.“

Auch BVG, Cosmos und DEVK a.G. im Minus

Um über zwei Prozent (auf unter 303 Millionen Euro) schrumpften die Einnahmen der BGV-Versicherung AG. Dabei verminderten sich die Bruttoprämien laut Geschäftsbericht 2021 (PDF, 1,5 MB) vor allem in der Kraftfahrtversicherung um über sechs Prozent auf 136 Millionen Euro. Als Hintergrund wird „ein geringeres Neugeschäft“ genannt.

Um jeweils etwas mehr als ein Prozent sank der Umsatz bei der Cosmos Versicherung AG (auf 335 Millionen Euro) und dem DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. (auf 384 Millionen Euro). Bei Letzterem war das Minus „vor allem auf die Haftpflicht- und Unfallversicherung zurückzuführen“, heißt es im DEVK-Geschäftsbericht 2021 (PDF, 682 KB).

„Wesentlicher Treiber für diese Entwicklung“ war laut dem Cosmos-Geschäftsbericht 2021 (PDF, 976 KB) „die Auswirkung der Covid-19-Pandemie mit infolge geringerem Neugeschäft (Bruttoneuzugang inklusive Zugang aus dem Bestand)“ insbesondere in der Kraftfahrtversicherung.

Weitere Akteure mit Prämieneinbußen

Umsatzrückgänge von knapp unter einem Prozent waren zudem bei der Bayerischer Versicherungsverband Versicherungs-AG (auf knapp 1.916 Millionen Euro), der DEVK Allgemeine Versicherungs-AG (auf 1.522 Millionen Euro) und der Huk-Coburg Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. (auf knapp 1.779 Millionen Euro) zu beobachten.

Leicht abwärts zeigte die Umsatzkurve bei den Helvetia Versicherungen (auf knapp 527 Millionen Euro), bei der ADAC Autoversicherung AG (auf unter 766 Millionen Euro verdiente Bruttobeiträge) sowie bei der Dialog Versicherung AG (auf 541 Millionen Euro).

Rangfolge (Bild: Wichert)

Alle 14 Marktgrößen (mehr als zwei Milliarden Euro gebuchte Bruttoprämien) schafften Einnahmesteigerungen. Die Zuwachsrate betrug in der Spitze über ein Achtel bei der HDI Global SE (16.11.2022).