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Deutsche Betriebsrente lässt weiter auf sich warten

22.6.2022 – Sorgen um die Inflationsentwicklung überragen auch in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) viele andere übrigen Themen. Dies zeigte sich bei einer Umfrage unter den rund 400 teilnehmenden Vertriebler des virtuellen bAV-Expertenforums des HDI Pensionsmanagements.

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Seit 2019 versucht der Talanx-Konzern als erster Arbeitgeber in Deutschland das Sozialpartner-Modell für die eigene Belegschaft umzusetzen. Dieser auch als „Nahles-Rente“ bekannte Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung war im Rahmen des Betriebsrenten-Stärkungsgesetzes entstanden (VersicherungsJournal 24.11.2017).

Produktgeber ist „Die Deutsche Betriebsrente“, eine Konsortiallösung von Zurich und der Gesellschaft in Hannover (22.2.2018. Die Zurich will ihren Mitarbeitern hierzulande bald ebenfalls ein Angebot unterbreiten.

HDI: Starttermin für die „Nahles-Rente“ ist offen

Fabian Löbbecke (Bild: HDI)
Fabian Löbbecke (Bild: HDI)

„Ich kann keinen seriösen Zeitpunkt nennen, wann wir unser Sozialpartnermodell umsetzen“.

Das sagte Fabian von Löbbecke, Vorstandsvorsitzender der HDI Pensionsmanagement AG und Vorstand der HDI Lebensversicherung AG, am Dienstag vor der Presse.

Die „Deutsche Betriebsrente“ – das von Talanx- sowie Zurich-Gruppe mit der Vereinten Dienstleistungs-Gewerkschaft (Verdi) ausgehandelte SPM stecke noch im Genehmigungsverfahren der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht.

Es seien noch übergeordnete Fragen zur Tarifgestaltung von Verdi politisch zu klären.

Von Löbbecke ist nach wie vor von diesem Projekt – „deutlich höhere Rente als konventionell möglich“ – überzeugt.

Inflation ändert Sichtweise

Sandra Blome (Archivbild: Lier)
Sandra Blome (Archivbild: Lier)

Im aktuellen Zins- und Inflationsumfeld seien niedrigere Garantieniveaus auch für sicherheitsorientierte Menschen bedarfsgerechter als hohe, sagte Dr. Sandra Blome, Partner & Director beim IFA Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften mbH.

Was die Inflation und die Unsicherheit darüber für ein bedarfsgerechte bAV bedeuten, hat das IFA mit einem stochastischen Kapitalmarktmodell auf Basis des Standards der Produktinformationsstelle Altersvorsorge gGmbH (PIA) mit 30 Jahren Laufzeit berechnet, das unter diesem Link einsehbar ist.

„Sicherheit und Garantie sind nicht dasselbe. Der Kunde will Sicherheit und wir verkaufen Garantie“, so Blome. Wissenschaftlich sei belegt, dass die Aktienrendite über Jahrzehnte hinweg positiv mit der kumulierten Inflationsrate korreliere, so Blume.

Hohe Garantien seien nur mit weniger kapitalmarktorientierten Anlagen – und mehr Festverzinslichen – zu erzielen.

60 Prozent am besten

Das gehe zu Lasten der Rendite und reduziere Risiko nur in der „nominalen“ Betrachtung. Den Kunden interessiere aber der Erhalt oder die Steigerung seiner Kaufkraft im Rentenbezug. In der IFA-Rechnung von Garantien zwischen 60 und 100 Prozent, kam das niedrigste Niveau in der realen Betrachtung am besten weg.

Stefanie Schlick (Bild: HDI)
Stefanie Schlick (Bild: HDI)

Auf der Vertriebsveranstaltung wurde die „HDI SafeInvest Direktversicherung“ vorgestellt.

Dabei werden Beiträge und Versorgungskapital der Kunden so auf den konventionellen Deckungsstock und in einen von drei Investment-Portfolios aufgeteilt, dass die gewählte Garantie von maximal 80 Prozent sichergestellt und möglichst 100 Prozent im Investment-Portfolio angelegt sind.

Ein „Börsencrash-Airbag“ sorgt dafür, dass monatlich immer 80 Prozent des Fondsguthabens vom Vormonat gesichert sind.

Stefanie Schlick, die noch recht neue Vertriebschefin der HDI Deutschland AG (3.11.2021), versprach den zuhörenden Vertrieblern: „Wir machen es Ihnen einfach!

Wir bauen alles so, dass Sie sich wenig mit Prozessen und Übertragung mit Anträgen beschäftigen müssen.“ Für den Erfolg würden die richtigen Prozesse für den Vertrieb immer wichtiger.

Lesetipp „Das BRSG − Neue Impulse oder vertane Chance für die bAV?“
Bild: VersicherungsJournal

Das Betriebsrenten-Stärkungsgesetz ist seit Januar 2018 in Kraft. Welche neuen Regelungen das BRSG bringt und deren Auswirkungen auf die betriebliche Altersversorgung, Arbeitgeber und Beratung, schildert ein Dossier des VersicherungsJournals.

Untersucht werden unter anderem das neue Modell für Tarifpartner und die Möglichkeiten für nichttarifgebundene Betriebe, das Konzept umzusetzen. Des Weiteren wird über die zukünftige Handhabung des Arbeitgeberzuschusses beim Sozialpartnermodell wie auch bei Entgeltumwandlung informiert.

Ein weiterer Aspekt, der in dem Dossier tiefer gehend betrachtet wird, ist die Frage der steuerlichen Förderung. Hier werden unter anderem die Situation für Geringverdiener, die Bedingungen für Arbeitgeber sowie die zusätzliche Steuerförderung für versicherungsförmige Wege thematisiert.

Nähere Informationen und Bestellmöglichkeit finden sich unter diesem Link. Die Publikation steht Premium-Abonnenten des VersicherungsJournals zur persönlichen Nutzung kostenlos zur Verfügung. Sie finden einen Download des Dossiers unter diesem Link.

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