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Die Bayerische beklagt „Rattenrennen“ in der BU-Versicherung

1.10.2020 – In der Berufsunfähigkeits-(BU-) Versicherung herrscht zwar Wettbewerb, doch optimal läuft es trotzdem nicht. Dr. Herbert Schneidemann, Chef der Versicherungsgruppe die Bayerische“, kritisierte Rater und Vergleicher. Er machte zudem auf der Konferenz „Aktuelle Entwicklungen in der Lebensversicherung“ des Instituts für Versicherungs-Wissenschaften e.V. an der Universität Leipzig Vorschläge. Um die Absicherung der Arbeitskraft geht es auch im VersicherungsJournal-Extrablatt 4|2020.

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Vergleicher und Rater forcieren den Wettbewerb in der BU derart, dass es nach den Worten von Dr. Herbert Schneidemann inzwischen zu einem „Rattenrennen“ kommt, bei dem der Markt nicht effektiv genug bearbeitet wird. Marktweit seien nur 25,6 Prozent der Haushalte versichert, so der Chef der Versicherungsgruppe die Bayerische.

Er sprach auf der virtuellen Fachkonferenz „Aktuelle Entwicklungen in der Lebensversicherung“ des Instituts für Versicherungs-Wissenschaften e.V. an der Universität Leipzig.

Immer schneller neue Berufsunfähigkeits-Versicherungen

Herbert Schneidemann (Bild: die Bayerische)
Herbert Schneidemann (Bild: die Bayerische)

„Dass eine Tarifgeneration einige Jahre läuft, funktioniert längst nicht mehr, es gibt ein ständiges Optimieren“, sagte er. Den eigenen Tarif habe man allein in den letzten drei Monaten mit acht Features überarbeitet (VersicherungsJournal 29.9.2020).

Bei den günstigen Berufsgruppen sei die Versicherungs-Durchdringung hoch. Hier werde auch viel umgedeckt, so Schneidemann. Der Grund sei die permanente Verbesserung der Bedingungen, so dass nach Ablauf der Stornohaftungszeit der Vermittler einen neuen Tarif verkaufe.

Um den BU-Schutz auch risikoreichere Berufsgruppen versicherbar zu machen, benötige man schon eine große Marktmacht, so der Manager.

Denn das Hauptproblem seien die Vergleicher und Rater. Sobald man sich mit seinem Produkt zu sehr abhebe, passe man nicht mehr in deren Bewertungsmuster. „Dann taucht man dort nicht mehr auf und in der Folge nehmen die Makler aus Haftungsgrund einen aus ihrem Verkauf“, sagt er.

Versicherer als Risikopartner des Kunden

Er stellt sich vor, dass die Versicherbarkeit sich für schwierige Kundengruppe dadurch erweitern lasse, dass nicht auf den Beruf, sondern die Tätigkeit abgestellt werde. Risikotechnisch mache es einen Unterschied, ob die belastete „Schlecker-Verkäuferin“ oder eine Verkäuferin in einer Parfümerie versichert werde. Dies zeige sich aber in der Einteilung „Einzelhandel“ nicht.

Potenzial für die Branche sieht er zudem in der Entwicklung hin zum datenbasierten Versicherer. Als Risikopartner des Kunden könne Versichern „vielleicht sogar überflüssig“ werden.

Extrablatt zur Arbeitskraftabsicherung

Der Schutz vor dem Verlust des Einkommens ist auch das Thema des VersicherungsJournal-Extrablatts 4|2020. Es erscheint unter dem Titel „Die Absicherung der Arbeitskraft – Wie Vermittler zu passgenauen Lösungen kommen“ am 26. Oktober.

Neben vielen praktischen Tipps und spannenden Themen enthält es eine Besonderheit: die Sonderausgabe zu „20 Jahre VersicherungsJournal“. Das Heft kann kostenlos als PDF-Datei im Internet heruntergeladen werden.

Wer die Druckausgabe möchte, muss sie bis zum 15. Oktober über dieses Formular bestellen. Auch das Heft ist – im Inlandsbezug – kostenfrei.

Wer das Extrablatt bereits abonniert hat, bekommt auch diese Ausgabe automatisch zugesandt. Premium-Abonnementen des VersicherungsJournals werden bevorzugt bedient und können rund eine Woche früher auf die neue Ausgabe im PDF-Format zugreifen.

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