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Die wachstumsstärksten und -schwächsten Rechtsschutzversicherer

4.5.2021 – Die Rechtsschutzversicherer haben die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen zwischen 2014 und 2019 um 22,5 Prozent gesteigert. Die höchste Wachstumsrate verzeichnete – fusionsbedingt – die Itzehoer, die das Prämienvolumen mehr als verzehnfachte. Bei der NRV gingen die Beiträge zurück. Die Ergo wuchs nur deutlich unterdurchschnittlich.

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Das Beitragsaufkommen in der Rechtsschutz-Versicherung ist in den zurückliegenden Jahren kräftig gestiegen. Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zufolge betrug das Plus auf Zehnjahressicht betrachtet fast ein Drittel. 2019 summierten sich die gebuchten Bruttobeiträge auf knapp 4,3 Milliarden Euro (plus 2,9 Prozent).

Damit fiel das Wachstum zuletzt zwar stärker aus als zu Beginn des Betrachtungszeitraums. Allerdings betrug die jährliche Prämiensteigerung in den vier Jahren zuvor zwischen etwa vier und fast sechs Prozent. Von 2014 auf 2019 baute die Branche das Prämienvolumen um über ein Fünftel aus.

Die Beiträge der Rechtsschutzversicherer 2010-2019 (Bild: Wichert)

NRV mit Prämienrückgang

Bei der Entwicklung des Prämienaufkommens sind auf Unternehmensebene betrachtet riesige Unterschiede zu beobachten. Bei der Neuen Rechtsschutz-Versicherungs-Gesellschaft AG (NRV) gingen die Beitragseinnahmen zwischen 2014 und 2019 sogar zurück.

Nach einer Phase des leichten Wachstums zu Beginn des Beobachtungszeitraums verlor die Gesellschaft zuletzt drei Mal in Folge. Hierfür ursächlich waren nach Unternehmensangaben neben Sanierungsmaßnahmen und der Beendigung der Zusammenarbeit mit einigen größeren Vertriebspartnern auch der Rückzug aus dem industriellen Rechtsschutzgeschäft (4.5.2018).

Rechtsschutzversicherer mit niedrigen Steigerungsraten

Deutlich unterdurchschnittlich baute die Ergo Versicherung AG ihr Prämienvolumen aus (plus 2,4 auf fast 410 Millionen Euro). Im Jahr nach der Verschmelzung der D.A.S. Deutscher Automobil Schutz Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG auf die Ergo (18.5.2015) wie auch 2019 gingen die Beitragseinnahmen zurück.

Nur in etwa halb so stark wie der Markt wuchsen die Deurag Deutsche Rechtsschutz-Versicherung AG (plus ein Zehntel) und die ADAC Versicherung AG (plus ein Achtel). Wachstumsraten von unter einem Fünftel verzeichneten ansonsten nur noch die Huk-Coburg-Rechtsschutz-Versicherung AG und die Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG.

Die wachstumssschwächsten Rechtsschutzversicherer (Bild: Wichert)

Itzehoer wächst am stärksten

Auf der anderen Seite legte die Itzehoer Versicherung/Brandgilde von 1691 VVaG mit Abstand am stärksten zu. Sie baute das Prämienvolumen um weit über 900 Prozent aus. Dies ging insbesondere auf den Kauf der Rechtsschutzsparte der Alten Leipziger Versicherung AG (23.6.2017, 26.6.2017) zurück.

Dieser wurde zum 1. Januar 2018 wirtschaftlich wirksam. Dadurch stiegen die Einnahmen von 9,4 auf fast 73 Millionen Euro. 2019 sank der Umsatz dann erstmals im Betrachtungszeitraum leicht ab (minus 1,9 Prozent auf 71,5 Millionen Euro).

Mehr als doppelt so stark wie der Markt wuchs die Huk24 AG (plus 48,9 Prozent auf fast 20 Millionen Euro). Steigerungsraten von jeweils über 40 Prozent erzielten die DEVK Rechtsschutz-Versicherungs-AG (auf fast 175 Millionen Euro), die Debeka Allgemeine Versicherung AG (auf etwa 90 Millionen Euro), die Örag Rechtsschutz-Versicherungs-AG (auf über 371 Millionen Euro) und die Continentale Sachversicherung AG (auf knapp 27 Millionen Euro).

Die wachstumsssstärksten Rechtsschutzversicherer (Bild: Wichert)

Weitere Studiendetails und Bezugsmöglichkeiten

Der „Branchenmonitor 2014-2019: Rechtsschutz-Versicherung“ enthält neben Daten zur Bestandskundenanalyse zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Hierzu gehört etwa die kombinierte Schaden-Kosten-Quote (26.11.2020, 21.12.2020).

Die rund 70-seitige Studie kann als PDF-Version für 553,35 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Clemens Wilde per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659265 bestellt werden.

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