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Hausrat-Beiträge: Gewinner und Verlierer unter den Marktgrößen

1.8.2022 – Unter den Branchenschwergewichten (mehr als 100 Millionen Euro gebuchte Bruttoprämien) steigerte die Generali Deutschland die Einnahmen am stärksten. Verluste hatten die Axa und die Ergo hinzunehmen. Dies zeigt der „Branchenmonitor 2015-2020: Hausratversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig.

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Den im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) organisierten Hausratversicherern gelang zwischen 2015 und 2020 ein Ausbau der gebuchten Bruttoprämien von annähernd einem Achtel auf fast 3,3 Milliarden Euro.

Dabei konnten etwa vier von fünf der 50 nach Beitragsaufkommen größten Akteure zulegen (VersicherungsJournal 1.8.2022). Andererseits hatten sieben von ihnen gegen den Branchentrend Rückgänge zu verzeichnen (28.7.2022).

Dies zeigt der „Branchenmonitor 2015-2020: Hausratversicherung“. Die Analyse der V.E.R.S. Leipzig GmbH enthält Übersichten zu zahlreichen Kennzahlen der 50 größten Gesellschaften (Prämienvolumen) in diesem Zweig mit rund 91 Prozent Marktanteil.

Zwei Branchengrößen mit Verlusten

Für die größten Ausschläge nach oben wie nach unten waren dabei fast ausschließlich die Marktschwergewichte mit mehr als 100 Millionen Euro Prämienvolumen (28.3.2022) verantwortlich. Mit der Axa Versicherung AG und der Ergo Versicherung AG schrumpften zwei der Platzhirsche.

Dabei verloren die Kölner nach relativ konstantem Beitragsaufkommen in den ersten Jahren vor allem im dritten Drittel des Sechsjahreszeitraums. Dies führt das Unternehmen zurück „auf prämienintensive Storni, die das Neugeschäft überlagerten“.

Bei den Düsseldorfern zeigte die Kurve nach anfänglich leichten Verlusten dreimal in Folge wieder minimal nach oben.

Die Platzhirsche mit den größten Zuwächsen

Das stärkste Wachstum gelang andererseits der Generali Deutschland Versicherung AG (plus über 85 Prozent auf gut 195 Millionen Euro). Um jeweils rund ein Viertel legten der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G. und die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG zu.

Leicht überdurchschnittlich wuchsen die Württembergische Versicherung AG, die Allianz Versicherungs-AG, die R+V Allgemeine Versicherung AG und die Huk-Coburg Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G.

Veränderung (Bild: Wichert)

Bei der Allianz und dem LVM ging es dabei kontinuierlich und relativ gleichmäßig nach oben, bei Ersterer jeweils um zehn bis elf Millionen pro Jahr und bei Letzterem jeweils um fünf bis sechs Millionen Euro. Auch die DEVK Allgemeine wuchs in jedem Jahr des Beobachtungszeitraums, wobei das Plus zuletzt unter die Marke von drei Prozent fiel.

Wachstum durch Sonderfaktoren

Bei der Generali Deutschland war eine Fusion ausschlaggebend für das hohe Plus. Dazu schreiben die Studienautoren unter „Besonderheiten zu den analysierten Versicherern“ am Ende des Monitors: „2019: Das Maklergeschäft der Generali Versicherung AG wurde auf die neugeründete Dialog Versicherung AG übertragen.

Das Geschäft des Ausschließlichkeits-Vertriebs verblieb in der Generali Versicherung AG. Die Generali Versicherung AG wurde auf die Aachenmünchener Versicherung AG verschmolzen und zur Generali Deutschland Versicherung AG umfirmiert. Eine Vergleichbarkeit gegenüber den Vorjahren ist nur eingeschränkt möglich.“

Der „Branchenmonitor 2015-2020: Hausratversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die knapp 100-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 803,25 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.

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