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Trotz Corona mehr Finanzanlagenvermittler

2.10.2020 – Die Zahl der 34f-Lizenzen im Vermittlerregister ist zwischen Anfang Juli und Anfang Oktober leicht angestiegen. Auch bei den Honorar-Finanzanlagenberatern ging es aufwärts. Dies zeigen am Donnerstag vom DIHK veröffentlichte Zahlen.

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Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK) hat am Donnerstag aktuelle Zahlen zum Vermittlerregister veröffentlicht. Zum 1. Oktober waren demnach mit 37.961 Finanzanlagen-Vermittler (§ 34f GewO) rund 0,2 Prozent mehr verzeichnet als drei Monate zuvor (VersicherungsJournal 6.7.2020). Zuvor hatte es drei – jeweils leichte – Verminderungen in Folge gegeben.

Offenbar haben also weder die Coronakrise (VersicherungsJournal-Archiv) noch die drohende Übertragung der Aufsicht auf die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin) (30.6.2020, 12.3.2020, 16.12.2019, 25.7.2019, 8.3.2019) zu einem Aderlass geführt.

Im Vergleich zum Jahresbeginn (22.1.2020) war ein Rückgang um lediglich 13 Personen zu beobachten. Im Vorjahreszeitraum war der Zuwachs noch vier Mal so stark ausgefallen. Im vergangenen Herbst war zugleich der Höchststand von 38.161 Registrierten verzeichnet worden (7.10.2019).

Relativ konstant

Seit Anfang 2017 schwankt die Zahl der Registrierungen relativ konstant in einem schmalen Korridor zwischen gut 37.200 und knapp 38.200.

Vermittlerregister, Stand 1.10.2020 (Bild: Wichert)

Eine signifikante Veränderung gab es zuletzt zwischen Anfang Januar und Anfang April vor vier Jahren. Den Rückgang um über in Neuntel hatte der DIHK darauf zurückgeführt, dass nach Ablauf von Übergangsregelungen erforderliche Sachkundenachweise nicht erbracht werden konnten (7.4.2015).

Fast alle mit Erlaubnis zur Investmentfonds-Vermittlung

Nach den aktuellen Daten besitzen nahezu alle – nämlich 37.495 (unverändert fast 99 Prozent) – Finanzanlagenvermittler die Erlaubnis zur Vermittlung von Investmentfonds nach § 34f (1) Nummer 1 GewO.

Weiterhin ist knapp jedem Vierten die Vermittlung von geschlossenen Fonds (§ 34f (1) Nummer 2 GewO) gestattet. Etwa jeder siebte Verzeichnete darf Vermögensanlagen (§ 34f (1) Nummer 3 GewO) vermitteln.

Leichter Anstieg der Honorar-Finanzanlagenberater

Minimal gewachsen ist die Gruppe der Honorar-Finanzanlagenberatern (§ 34h GewO). Zum Stichtag 1. Oktober zählte das Register 205 Meldungen, das sind drei mehr als zur Jahresmitte und acht mehr als zu Jahresbeginn.

Analog zu den 34f-Vermittlern besitzt der Großteil der Honorar-Finanzanlagenberater die Erlaubnis zur Beratung zu offenen Investmentvermögen. Nach geschlossenen Fonds besteht bei den Beratern mit weit über einem Viertel Anteil eine höhere Nachfrage. Deutlich niedriger fällt diese mit nicht einmal einem Zwölftel bei der Beratung von Vermögensanlagen aus.

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