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Assekuradeur April kommt wieder nach Deutschland

18.11.2022 – Die Maklergruppe betreut schon länger hiesige Krankenversicherungs-Kunden, nun auch vor Ort, aber vor allem digital. Für April ist das der zweite Einstieg in den deutschen Markt nach 2005 mit Restkredit-Policen.

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Die französische April S.A.S. hat in Köln eine Niederlassung gegründet, die April International GmbH. Geschäftsführerin ist die in Paris ansässige Isabelle Moins.

Der Assekuradeur ist hierzulande auf internationale Krankenversicherungen spezialisiert. Zielgruppen sind vor allem Weltreisende, Expats, Studenten und Unternehmen. Auch digitale Nomaden gehören dazu, betont Vertriebsdirektor Matthias Hentschke.

Internationale Krankenversicherung in 700 Varianten

Matthias Hentschke (Bild: April)
Matthias Hentschke (Bild: April)

Der Manager war nach eigenen Angaben früher für die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG in München und Töchter tätig. Die letzten fünf Jahre hat er als freiberuflicher Unternehmensberater mehrere Versicherer beim Eintritt in den deutschen Markt begleitet. Seit April ist er bei April angestellt.

Als Besonderheiten seines Angebots nennt Hentschke, dass die Kunden sich ihren Schutz aus 700 Varianten individuell auswählen können, das sei ein sehr modulares System.

Die Abwicklung vom Angebot über die Police bis zur Regulierung erfolge „extrem digitalisiert“. Alles sei auf Benutzerfreundlichkeit ausgelegt, auch eine etablierte Kunden-App. Zudem habe man eine eigene Assistance.

Diese Prozesse würden für die Niederlassung nicht neu aufgesetzt, sondern hätten sich schon lange bewährt. Hiesige Kunden würden schon jahrelang betreut. „Wir schreiben seit zwei Jahren extreme Beitragszuwächse im deutschen Markt“, sagte der Vertriebschef dem VersicherungsJournal.

Makler- und Direktvertrieb

Als Wege zum Kunden nennt Hentschke den Direktvertrieb und bevorzugt die Zusammenarbeit mit Versicherungsmaklern und Pools.

Sie würden wie die Kunden von der voll digitalen Abwicklung profitieren. Die Kommunikation nach den Vorgaben der Bipro-Normen sei zwar noch nicht möglich, es würde aber andere Wege angeboten.

Auf der Internetseite gibt April International keine Informationen zum Vermittlerstatus an. Das sei nicht nötig, weil die Vermittlungstätigkeit auch hierzulande über die französische Maklerlizenz laufe, so der Vertriebsdirektor.

Ein „Großhandelsmakler“

April ist nach eigenen Angaben ein „Großhandelsmakler“. Das sei nach französischem Sprachgebrauch ein Assekuradeur, der mit mehreren Versicherern zusammenarbeit, erläutert Hentschke.

Die Gruppe ist nach eigenen Angaben in 16 Ländern tätig und erzielte 2021 mit 2.300 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 544 Millionen Euro. Die Zahl der Makler-Partner wird mit 20.000 angegeben.

Geschäftsbereiche sind der Kranken- und Personenschutz, internationale Krankenversicherungen, Kreditversicherungen, Sach- und Unfall-Nischenversicherungen sowie Vermögensverwaltung.

Zweiter Start in Deutschland

Die April-Gruppe wurde erstmals 2005 in Deutschland aktiv. Erst wurde die stark in der Abwicklung von Restschuld-Versicherungen tätige Febs AG erworben (VersicherungsJournal 13.12.2005).

Im gleichen Jahr startete mit einer Restschuldversicherung für Immobilienkredite die damalige April Germany AG (VersicherungsJournal 1.2.2006). Deren Vorstände und Miteigentümer Olivier Gastebois und Ulrik Møller wurden 2007 entlassen (20.4.2007).

Im gleichen Jahr wurde die Febs AG in April Financial Services AG umbenannt (18.9.2007) und die April Germany integriert (26.9.2007). Zwischenzeitlich hieß das Unternehmen April Deutschland AG.

Das wurde in diesem Frühjahr von der niederländischen Claims Corporation Network B.V. (CCN) erworben und zunächst in Astrea AG umfirmiert. Inzwischen heißt die Gesellschaft CCN Insurance Services AG (22.8.2022).

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