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Hallesche: Beiträge steigen 2023 in der Vollversicherung um 3,4 Prozent

16.11.2022 – 50 Prozent wird der Maklerversicherer nach Aussage von ALH-Vorständin Wiltrud Pekarek in der Krankenvollversicherung zulegen und kann damit den Abrieb aus den Vorjahren stoppen. Den Anstieg führt die Managerin auf die Weiterentwicklung ihres Flaggschifftarifs zurück. In der bKV rechnet sie mit einem Plus von 20 Prozent. Die kommende Beitragsanpassung für die Vollversicherten beziffert sie auf 3,4 Prozent.

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Ende Oktober ging die Hallesche Krankenversicherung a.G. mit der digitalen betrieblichen Krankenversicherung (bKV) live. Über die Plattform der Xempus AG können Vermittler ihre Kunden jetzt digital zu den Angeboten beraten, Verträge zum Abschluss bringen und verwalten.

Die Alte Leipziger/Hallesche-Gruppe (ALH) ist damit der erste Anbieter, der die betriebliche Absicherung für Leben und Kranken auf der Plattform für Arbeitgeber abbildet.

„Durch die vereinfachte Verwaltung der Prozesse wird die bKV im Firmenkundengeschäft massentauglich. Und der Vertrieb kann im Gespräch neben den innovativen Produkten weitere Argumente anführen“, sagte Wiltrud Pekarek, Vorstandsmitglied der Gruppe, zum Einstieg des Geschäftsbereichs in die digitale Welt.

Budgettarife: 80 Prozent des Neugeschäfts

Wiltrud Pekarek (Bild: Sarah Kastner)
Wiltrud Pekarek (Bild: Sarah Kastner)

Obwohl die bKV noch weniger standardisiert ist als die bAV, zeichnen sich auch hier bestimmte Trends ab. In der Produktwelt dominieren die Budgettarife, die die Hallesche mit den „Feelfree“-Produkten als Vorreiter zuerst an den Start brachte (VersicherungsJournal 14.12.2020, 29.10.2018). Der Versicherer hat mit dieser Variante einen neuen Markt geschaffen.

Nach Angaben der ALH machen die Budgettarife bei der Halleschen bereits über 80 Prozent des gesamten bKV-Neugeschäfts aus.

Diverse Marktteilnehmer treten in diesem Geschäftsfeld mit neuen oder überarbeiteten Produktangeboten an (18.8.2022, 1.7.2022, 27.6.2022). Die noch junge Ottonova Krankenversicherung AG verkündete gerade ihren Einstieg in diesen Bereich (26.10.2022), wie auch die Generali Deutschland Krankenversicherung AG (7.7.2022).

Für die Managerin ist das zunehmende Engagement der Konkurrenz in der bKV eine durchaus erfreuliche Entwicklung. Denn Konkurrenz belebt das Geschäft. „Je mehr Wettbewerb in diesem Geschäftsfeld herrscht, desto mehr Aufmerksamkeit erzeugen wir bei den Firmenkunden – und das in ganz unterschiedlichen Branchen.“

bKV: Update für Feelfree-Tarife

Seinem Erfolgsmodell hat der Krankenversicherer gerade ein Update verpasst. Mit „Feelfree:up“ stellte das Unternehmen den Nachfolger vor. Neu ist: Das Budget steigt, wenn es in einem Jahr vollständig ausgeschöpft wird. Damit soll gesundheitsbewusstes Verhalten belohnt und die Mitarbeiterbindung gestärkt werden.

Nach Arbeitsunfällen mit stationären Aufenthalten verdoppelt sich das jährliche Gesundheitsbudget im aktuellen und im Folgejahr. Neben dem Besuch beim Heilpraktiker erstattet die Hallesche die Behandlung durch einen Chiropraktiker oder Osteopathen. Für ärztlich verordnetes kinesiologisches Taping werden bis zu 100 Euro pro Jahr geleistet (1.11.2022).

Eine solche Weiterentwicklung könne nicht jeder Anbieter so ohne Weiteres leisten. „Eine gewisse Bestandsgröße erleichtert es, die Produkte innovativ weiterzuentwickeln und entsprechend zu kalkulieren“, erklärt Pekarek und weist damit aus ihrer Sicht auf einen Wettbewerbsvorteil der Halleschen hin.

Vollversicherung wird 2022 um 50 Prozent zulegen

Insgesamt läuft es für den Krankenversicherer rund: Das Neugeschäft der Halleschen stieg 2021 um 3,4 Prozent auf 3,4 Millionen Euro. Davon entfiel rund ein Viertel auf die bKV (25.3.2022), was einem Wachstum von 16 Prozent entspricht. Die Bruttobeiträge stiegen 3,7 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro (26.10.2022).

Auch im noch laufenden Geschäftsjahr geht die für den Krankenversicherer der ALH-Gruppe zuständige Managerin von „einem sehr erfolgreichen Verlauf aus“. Sie rechnet für 2022 mit einem Wachstum im Neugeschäft von 30 Prozent. Der Anteil der bKV wird dann rund 25 Prozent betragen.

2022 wird die Hallesche in im Neugeschäft in der bKV laut Pekarek voraussichtlich um etwa 20 Prozent zulegen und in der Vollversicherung sogar um 50 Prozent.

Abrieb in der Vollversicherung soll 2023 gestoppt werden

Das hohe Wachstum in der Vollversicherung führt die Vorständin auf die Weiterentwicklung ihres Flaggschiffs, den Tarif „NK.select“, zurück (9.12.2021). Der ist jetzt auch für Mediziner geöffnet (6.12.2021).

Vor einem Jahr wurde dann „NK.select XL“ eingeführt. Nun folgten die Varianten „S“ und „L“ und ein Wechsel-Baustein, so dass die Tariffamilie rundum erneuert ist (VersicherungsJournal Medienspiegel 8.11.2022).

Die Maklerin Anja Glorius verglich in ihrem Gastbeitrag die Neuauflage des Krankenversicherers mit anderen Premiumprodukten am Markt. Ihr Fazit lautete: „Der neue NK-Tarif ist ein Premiumprodukt zum besten Preis.“ (19.11.2021).

2023 wollen wir uns neben der bKV auf die Vollversicherung konzentrieren.

Dieser Rückenwind wird positive Auswirkungen haben. „2023 wollen wir uns neben der bKV auf die Vollversicherung konzentrieren. Den Abrieb aus den Vorjahren werden wir 2022 so wie es aussieht stoppen“, sagt Wiltrud Pekarek.

Bei den kommenden Beitragsanpassungen will die Vorständin unter 2022 bleiben. Sie geht von einem Anstieg von rund 3,4 Prozent aus. Das WIP – Wissenschaftliches Institut der PKV kalkuliert für das kommende Jahr mit einer Pro-Kopf-Steigerung von 3,7 Prozent (2.11.2022).

Elektronische Patientenakte kommt 2023

Im kommenden Geschäftsjahr steht die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) auf der Agenda des Maklerversicherers. Auf einen bestimmten Zeitpunkt will sich die ALH-Vorständin derzeit nicht festlegen.

Der Grund: Die Krankenversicherer warten noch auf eine gesetzliche Regelung zum erlaubten Datenaustausch mit der gesetzlichen Krankenversicherung zur Renten-Versicherungsnummer, die für die Anmeldung zur ePA erforderlich ist.

Die Backend- und Frontend-Systeme wird die Research Industrial Systems Engineering (Rise) Forschungs-, Entwicklungs- und Großprojektberatung GmbH für die Hallesche implementieren. Der Versicherer setzt hier auf den gleichen Dienstleister wie die Allianz Private Krankenversicherungs-AG (APKV) (5.8.2022).

Die „hallesche4u-App“ nutzen nach Angaben der Vorständin mittlerweile 25 Prozent der Vollversicherten.

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