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SDK: „Wir wollen in der Vollversicherung wieder zulegen“

21.11.2022 – Nach dem Aufbau einer digitalen Vertriebsmarke für das Komposit-Geschäft will sich die Süddeutsche 2023 verstärkt auf die Vollversicherung konzentrieren. Der Abrieb soll hier gestoppt werden. In der bKV rechnet Vertriebsvorstand Olaf Engemann 2022 und 2023 mit einem zweistelligen Plus.

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Der private Krankenversicherer hat 2022 ein neues Kapitel aufgeschlagen. Anfang des Jahres stieg die Süddeutschen Krankenversicherung a.G. (SDK) mit einer privaten Haftpflichtversicherung in das digitale Komposit-Geschäft ein. Das Unternehmen tritt dafür mit der Vertriebsmarke „SDK Neva“ im Markt an (17.2.2022).

Für das neue Geschäftsfeld kooperiert die Gesellschaft mit der Neodigital Versicherung AG, die für den Partner White-Label-Produkte entwickelt und als Risikoträger auftritt. Die SDK verantwortet im Gegenzug Vertrieb und Marketing.

Olaf Engemann (Bild: Thomas Bernhardt)
Olaf Engemann (Bild: Thomas Bernhardt)

„Wir sprechen hier im Direktgeschäft die Zielgruppe zwischen 20 und 45 Jahre an. Das Cross-Selling für Krankenzusatzpolicen ist angelaufen“, sagt Olaf Engemann, Vertriebs- und Marketingvorstand bei der SDK. Im kommenden Jahr werden voraussichtlich drei neue Produkte an den Start gehen.

Zweistelliges Plus in der bKV

Im Geschäftsfeld der betrieblichen Kranken-Zusatzversicherung (bKV) rechnet der Vertriebsvorstand nach 2021 auch 2022 mit einem zweistelligen Plus von rund 30 Prozent.

Das Wachstum kommt hier vor allem aus der Ausschließlichkeit, aus dem unabhängigen Vertrieb sowie dem Bestand.

Im Vorjahr legte der Krankenversicherer mit der Einführung der sogenannten Budget-Tarife nach (14.6.2021). Aktuell hat die Gesellschaft nach eigenen Angaben 3.200 Firmenkunden im Bestand.

Budgettarife als Türöffner bei kleineren Firmenkunden

Obwohl die bKV noch deutlich weniger standardisiert ist als die bAV, zeichnen sich auch hier bestimmte Trends ab. So ist heute bei der SDK bereits die Mehrheit der Verträge (90 Prozent) arbeitgeberfinanziert.

Die im vergangenen Jahr eingeführten Budgettarife nehmen laut Engemann bereits einen zweistelligen Prozentsatz im Neugeschäft ein „und sind deutlich auf dem Vormarsch“. Deshalb will er nicht auf das Angebot der neuen Varianten verzichten.

„Die Budgettarife machen das Angebot komplett. Denn sie ermöglichen dem Vertrieb eine einfachere Ansprache von Firmen und das, ebenso wie in den traditionellen Baukastentarifen der SDK in der klassischen bKV, bereits ab fünf Mitarbeitern, da sie für die Versicherten transparenter und einfacher verständlich sind“, erklärt Engemann.

Über die App des Anbieters „können versicherte Mitarbeiter und Angehörige ab Versicherungsbeginn sofort von den Gesundheitsleistungen, die über die reine Rechnungsbegleichung hinausgehen, profitieren“, wirbt der Manager.

Abgesehen von den Sterbefällen haben wir einen stabilen Bestand, doch wir wollen die Abgänge zukünftig durch Neugeschäft kompensieren.

Olaf Engemann, Vertriebs- und Marketingvorstand bei der SDK

In der Vollversicherung wieder zulegen

2023 will sich Engemann mit seiner Vertriebsmannschaft auf die Vollversicherung konzentrieren.

„Im den letzten Geschäftsjahren hatten wir einen gewissen Abrieb zu verzeichnen, der jedoch vor allem durch Todesfälle bedingt war. Abgesehen von den Sterbefällen haben wir einen stabilen Bestand, doch wir wollen die Abgänge zukünftig durch Neugeschäft kompensieren und bei der Vollversicherung zulegen“, kündigt der SDK-Vorstand an.

Dafür will er auf verstärkte Kommunikation „auf allen Kanälen“ und auf spezifische Schulungen für die Vertriebspartner setzen.

Laut Geschäftsbericht 2021 erhöhte sich der Gesamtbestand um 4.603 Personen von 624.889 im Vergleichsvorjahr auf 629.492 Personen. Der Bestand in der Vollversicherung verringerte sich auf 150.374 Personen (2020: 153.107 Personen).

In der Gruppenversicherung verringerte sich die Anzahl der Verträge 2021 auf 3.022 (2020: 3.054) mit 117.407 (2020: 115.323) versicherten Personen.

Maklervertriebschef wird noch gesucht

Im kommenden Geschäftsjahr steht auch die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) auf der Agenda des Krankenversicherers. Auf einen bestimmten Zeitpunkt für die SDK will sich Engemann nicht festlegen. „Viele Fragen hängen derzeit auch noch an Entscheidungen seitens der Politik“, so der Vorstand.

Zusätzlich wird ein Leiter Maklervertrieb und unabhängige Vertriebspartner gesucht, nachdem Eric Sievert den Versicherer im Oktober verlassen hatte (21.10.2022).

„Wir führen noch Gespräche. Der Kandidat sollte auf jeden Fall Erfahrung im Maklervertrieb mitbringen und gut vernetzt sein“, sagt Engemann.

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