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Zahl der Krankenkassen sinkt auf neuen Tiefststand

10.1.2022 – Zu Jahresbeginn wurden die Wieland BKK und die BKK Verbundplus zur BKK Verbundplus sowie die BKK Herford Minden Ravensberg und die BKK Melitta Plus vereinigt. Zudem haben die BKK RWE und die Energie-BKK, die Siemag BKK und die Novitas BKK sowie die BKK der Grillo Werke AG und die Bergische Krankenkasse fusioniert. Insgesamt ist die Zahl der Körperschaften im Jahresverlauf um sechs auf 97 gesunken. 2009 waren es noch mehr als doppelt so viele, 1990 sogar noch mehr als zwölf Mal so viele.

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Die Zahl der Krankenkassen hat sich zu Jahresbeginn 2022 von zuvor 102 auf 97 reduziert. Hintergrund ist neben der Fusion der BKK der Grillo Werke AG und der Bergischen Krankenkasse zur Bergischen Krankenkasse das Zusammengehen mehrerer weiterer Körperschaften. Ebenfalls mit Wirkung zum 1. Januar 2022 hat das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) folgende Vereinigungen genehmigt:

Im Vergleich zum 1. Januar 2021 (VersicherungsJournal 19.1.2021) hat sich die Zahl der Körperschaften sogar um sechs reduziert. Denn zum 1. Juli 2021 hatte das BAS bereits die Vereinigung der BKK Achenbach Buschhütten und der Viactiv Krankenkasse zur Viactiv Krankenkasse genehmigt.

Auswirkungen auf den Zusatzbeitrag

Die Bergische Krankenkasse verlangt für 2022 erneut einen Zusatzbeitrag von 1,4 Prozent. Für Mitglieder der ehemaligen BKK der Grillo Werke ändert sich nichts. Sie müssen weiterhin den zum 1. Juli 2021 von 0,7 auf 1,4 Prozent erhöhten Aufschlag auf den Einheitsbeitrag bezahlen. Auch für Mitglieder der vormaligen Wieland BKK ändert sich bei der BKK Verbundplus in Sachen Zusatzbeitrag nichts (unverändert 1,1 Prozent).

Billiger wird es für Mitglieder der früheren BKK Herford Minden Ravensberg (1,20 nach 1,35 Prozent) sowie der ehemaligen BKK RWE (1,38 nach 1,40 Prozent). Mitglieder der vormaligen Siemag BKK müssen 1,54 (zuvor: 1,40) Aufschlag auf den Einheitsbeitrag bezahlen.

Fusionstempo hat wieder Fahrt aufgenommen

Insgesamt ging die Krankenkassenzahl 2021 drei Mal so stark zurück wie im Vorjahr. Höher war die Zahl der Vereinigungen von Krankenkassen nach Daten des BAS zuletzt 2014 mit acht Zusammenschlüssen. 2010 waren es sogar noch fast drei Dutzend.

Anzahl Krankenkassen (Bild: Wichert)

Seit 2009 hat sich die Zahl der Körperschaften mehr als halbiert. Zur Jahrtausendwende gab es nach Daten des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) noch über 400 Kassen, zehn Jahre zuvor sogar noch weit über eintausend.

Konzentrationsprozess auch in der PKV

Auch in der privaten Krankenversicherungs-Wirtschaft ist ein Konzentrationsprozess zu beobachten. Dieser fällt allerdings um einiges schwächer aus als in der gesetzlichen Krankenversicherung GKV, wie die aktuelle Statistik der Erstversicherungs-Unternehmen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin) zeigt (16.11.2021).

Anzahl private Krankenversicherer (Bild: Wichert)

So standen Ende 2020 – neuere Zahlen liegen noch nicht vor – genauso wie in den vier Jahren zuvor 46 Krankenversicherungs-Unternehmen mit Geschäftstätigkeit unter Aufsicht der Bafin. Für das Jahr 2000 weist die Behörde noch 55 Gesellschaften aus. Seit der Jahrtausendwende gab es eine Verminderung um etwa ein Sechstel. In der GKV betrug das Minus über drei Viertel.

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