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Alte Leipziger senkt Überschussbeteiligung

26.11.2019 – Die Alte Leipziger Lebensversicherung hat als dritte Gesellschaft ihre Überschussdeklaration für 2020 veröffentlicht. Sie senkt die laufende Verzinsung um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent (Klassik) beziehungsweise 2,35 Prozent (moderne Klassik). Angepasst wird auch die Gesamtverzinsung, und zwar auf 2,50 (2,90) Prozent in der Klassik beziehungsweise 2,65 (3,10) Prozent in der modernen Klassik.

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Am Montag hat die Alte Leipziger Lebensversicherung a.G. als dritter Anbieter nach der Ideal Lebensversicherung a.G. (VersicherungsJournal 18.10.2019) und der Axa Lebensversicherung AG (7.11.2019) die Überschussbeteiligung für 2020 bekannt gegeben.

Sie hatte sich auch in den letzten Jahren schon früh an die Öffentlichkeit gewagt (27.11.2018, 28.11.2017, 29.11.2016, 24.11.2015).

Alte Leipziger senkt laufende Verzinsung

Anders als Ideal und Axa hält die Alte Leipziger die laufende Verzinsung nicht konstant auf 2019er-Niveau, sondern nimmt einen Abschlag vor. Das Unternehmen „erwartet, dass die Niedrigzinsphase bis auf weiteres anhält. Sie hat deshalb entschieden, die Verzinsung ihrer Tarife anzupassen“, heißt es in einer Pressemeldung.

Demnach bietet die Gesellschaft für die klassischen Renten der Generation „RentAL“ eine laufende Verzinsung von 2,25 (2019: 2,50) Prozent des Deckungskapitals. Diese Tarife werden nur noch im Kollektivgeschäft (bAV) angeboten.

Auch die laufende Verzinsung für die Neue-Klassik-Produktgeneration „AL_RENTEFlex“ (2.2.2017) wird um 0,25 Prozentpunkte nach unten angepasst. Sie liegt künftig bei 2,35 Prozent.

Schlussüberschuss fällt stärker

Hinzu kommt eine Schlussüberschuss-Beteiligung in Höhe von 0,20 (0,30) Prozent in der Klassik und 0,25 (0,40) Prozent in der neuen Klassik. Das teilte das Unternehmen auf Nachfrage mit. Die Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven sinkt jeweils von 0,10 auf 0,05 Prozent.

Die Gesellschaft hebt hervor, dass ältere Tarifgenerationen selbstverständlich weiterhin den vertraglich vereinbarten höheren Garantiezins erhalten.

Alte-Leipziger-Vorstand Dr. Jürgen Bierbaum merkt zur aktuellen Überschussdeklaration an: „Im Ergebnis bleiben unsere Rentenversicherungen attraktiv, allein schon durch die lebenslange Rente. Auch die Verzinsung kann sich im Vergleich zu anderen sicheren Anlageprodukten weiterhin sehen lassen.“

Laufende Verzinsung 220 Alte Leipziger (Bild: Wichert)

Nach Beiträgen Nummer neun im Markt

Die Alte Leipziger hat laut dem Map-Report Nummer 911 – „Bilanzanalyse deutscher Lebensversicherer 2018“ (4.11.2019) über 2,5 Milliarden Euro Bruttoprämien verdient. Das entspricht einem Marktanteil von 2,87 Prozent und bedeutet Rang neun im deutschen Markt.

Ein Vertragsbestand von rund 1,5 Millionen Hauptversicherungen (Marktanteil: 1,83 Prozent) entspricht Position 17.

Der Bestand an Hauptversicherungen setzte sich zu weit über einem Drittel aus Rentenversicherungen und zu knapp einem Drittel aus Kollektivversicherungen zusammen. Etwa ein Sechstel entfällt auf „Sonstige Lebensversicherungen“, rund ein Neuntel auf Kapitalversicherungen und unter zwei Prozent auf Risikoversicherungen.

Im Neugeschäft auf Rang 16

Beim Neuzugang reichte es den Map-Report-Daten zufolge mit knapp 96.400 eingelösten Versicherungsscheinen in der Hauptversicherung zur Position 16.

Zum Vergleich: An der Spitze liegt die Allianz Lebensversicherungs-AG mit fast 700.000 neuen Kontrakten vor der Targo Lebensversicherung AG mit über 570.000 neuen Policen (14.10.2019).

Neuverträge werden bei der Alten Leipziger hauptsächlich in den Segmenten „Sonstige“, wozu vor allem Fondspolicen gehören (knapp 40 Prozent Anteil), und „Kollektivversicherungen“ (über ein Drittel Anteil) akquiriert. Ein gutes Viertel entfällt auf die Kategorie „Rentenversicherungen“.

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